Sprüche und Zitate Teil 2

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Ron Kritzfeld

Kurssturz: Wertpapier auf dem Weg zu seinem Papierwert.

Parteibuch: politischer Katechismus, begründet in den Glauben an die Wirksamkeit von Beziehungen, festigt die Hoffnung auf ein sicheres Fortkommen und stärkt die Liebe zu wohldotierten Ämtern.

Die Zeit ist kein Geld. Aber den einen nimmt das Geld die Zeit und den anderen die Zeit das Geld.

Heute: Tag, an dem man gute Vorsätze faßt; morgen: frühester Tag ihrer Verwirklichung.

Der Pragmatiker entscheidet Fälle nicht nach Grundsätzen, sondern fallweise.

Danken fällt den Politikern schwer, besonders das Abdanken.


Hans Kudzus
deutscher Schriftsteller und Aphoristiker (1901 - 1977)

Angst ist der Preis, den wir für unsere Beweglichkeit zahlen. Pflanzen und Steine kennen keine Angst.

Wer seine Gegenwart vernichten will, braucht nur seine Vergangenheit zu "bewältigen". Wir leben von dem, was wir nicht verdauen können.


Hans Joachim Kulenkampff
deutscher Schauspieler und Quizmaster (1921 - 1998)

Auch den letzten Traum zerstört das Fernsehen: Es ist kein Vorteil mehr, Analphabet zu sein.

Die Leute sind gar nicht so dumm, wie wir sie durchs Fernsehen noch machen werden.

Frauen müssen das letzte Wort behalten - aber leider nicht für sich.

Als Kind ist einem doch die Welt ziemlich klar - und wenn man stirbt, weiß man gar nichts.

Ein Kollege von mir berichtete mir von einem Fernsehstar, dessen Eitelkeit so weit gediehen war, daß er sich sogar zu verbeugen pflegte, wenn der Regen an die Fenster klatschte.

Ein Millionär befürchtet immer, daß sein Vermögen kleiner wird. Ich befürchte, daß mein Unvermögen immer größer wird.


Jean de La Bruyère
französischer Moralphilosoph und Schriftsteller (1645 - 1696)

Am sichersten macht man Karriere, wenn man anderen den Eindruck vermittelt, es sei für sie von Nutzen, einem zu helfen.

Bescheidenheit ist die letzte Raffinesse der Eitelkeit.

Einige Dinge sind unerträglich, wenn sie mittelmäßig sind: Poesie, Musik, Malerei und öffentliche Reden.


Karl Lagerfeld
deutscher Modeschöpfer (geb. 1938)

Mode ist die Nachahmung derer, die sich unterscheiden wollen, von denen, die sich nicht unterscheiden.

Der emanzipierten Frau ins Stammbuch: Wer Ellbogen zeigt, kann auch Knie zeigen.


Selma Lagerlöf
schwedische Schriftstellerin (1858 - 1940)

Eine Mücke kann dem Löwen mehr zu schaffen machen als der Löwe einer Mücke.


Lao-tse
chinesischer Philosoph (um 300 v. Chr.)

Gnade und Ungnade - Angst machen sie beide. (Dao-de-dsching)

Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte ist nicht weise.

Die größte Offenbarung ist die Stille.

Stets sorge, daß das Volk ohne Wissen und Wunsch sei. Und sorge zugleich, daß die Wissenden nicht zu handeln wagen.

Nur wer sich in Genügsamkeit genügt, hat stets genug.

Das Volk hungert, weil die Herren zu viel Steuern verzehren.

Wer weiß, spricht nicht, wer spricht, weiß nicht.

Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz.


François Duc de La Rochefoucauld
französischer Schriftsteller (1613 - 1680)

Es ist viel leichter, einen ersten Wunsch zu unterdrücken, als sich die Wünsche zu erfüllen, die der erste nach sich zieht.

Das Vertrauen gibt dem Gespräch mehr Stoff als Geist.

Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.

Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, daß es einem übel bekommt.

Der Beifall, der neuen Größen gespendet wird, entstammt nur zu oft dem Neid auf die bereits vorhandenen.

Gekünstelte Einfalt ist eine feine Heuchelei.

Ein geistreicher Mensch wäre oft recht in Verlegenheit ohne die Gesellschaft der Dummköpfe.

In der Freundschaft wie in der Liebe ist man oft glücklicher durch das, was man nicht weiß, als durch das, was man weiß.

Wir lieben immer die Menschen, die uns bewundern. Aber nicht immer die, die wir bewundern.

Mit nichts ist man freigebieger als mit gutem Rat.

Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden um die Mängel des Geistes zu verbergen.

Der Gleichmut der Weisen ist nichts als die Kunst, seine Erregung im Herzen zu verschließen.

Mit der wahren Liebe ist's wie mit den Geistererscheinungen: alle Welt spricht darüber, aber wenige haben etwas davon gesehen.

Man weist ein Lob zurück in dem Wunsch, nochmals gelobt zu werden.

Warum können wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person erzählt haben?

Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.

Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, daß seine Torheiten seinem Alter und seinen Kräften angemessen sind.

Oft verliert man sich nur deshalb nicht in einem Laster, weil man mehrere hat.

Die Philosophen verdammen den Reichtum nur, weil wir ihn schlecht gebrauchen.

Damit wir immer gut sein können, müßten die anderen glauben, niemals ungestraft gegen uns böse sein zu können.

Man gibt Ratschläge, aber die Ausführung bringt man keinem bei.

Man sollte sich darüber wundern, daß man sich überhaupt noch wundern kann.

Man kann schlauer sein als ein anderer, aber nicht schlauer als alle anderen.

Es ist beschämender, seinen Freunden zu mißtrauen, als von ihnen getäuscht zu werden.

Es gibt viele Mittel gegen die Liebe, aber keins ist unfehlbar. (Reflexionen)

Liebe und Klugheit sind nicht füreinander gemacht: Wächst die Liebe, so schwindet die Klugheit.

Man darf sich nicht kränken, wenn uns andere nicht die Wahrheit sagen, denn wir sagen sie uns oft selber nicht.

Greise geben gern gute Lehren, um sich zu trösten, daß sie nicht mehr imstande sind, schlechte Beispiele zu geben.

Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.

Wir würden uns oft unserer schönsten Taten schämen, wenn die Welt alle Beweggründe sähe, aus denen sie hervorgehen.

Trennung läßt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.

Das beste Mittel, um getäuscht zu werden, ist, sich für schlauer zu halten als die anderen.

Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir hätten keine großen.

Heuchelei ist eine Huldigung, welche das Laster der Tugend darbringt.


Gabriel Laub
polnisch-deutscher Schriftsteller (geb. 1928)

Die Karriere mancher Schauspielerin hat mit der bedeutenden Rolle begonnen, die sie im Leben des Regisseurs spielte.

Bescheiden können nur die Menschen sein, die genug Selbstbewusstsein haben.

Die schlimmste Kriminalstatistik gab es zu Kains Zeiten; auf einen Schlag löschte der Bursche ein Viertel der Menschheit aus.

Die Zukunft der Literatur liegt im Aphorismus. Den kann man nicht verfilmen.

Ein Faulpelz ist ein Mensch, der sich nicht die Arbeit macht, sein Nichtstun zu begründen.

Pessimismus wird nur von den Optimisten verbreitet. Die Pessimisten sparen ihn für schlechtere Zeiten auf.

Ein Zitat ist besser als ein Argument. Man kann damit in einem Streit die Oberhand gewinnen, ohne den Gegner überzeugt zu haben.

Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.

Der Aphorimus hat vor jeder anderen Literaturgattung den Vorteil, daß man ihn nicht weglegt, bevor man ihn nicht zu Ende gelesen hat.

Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Laden schliessen.

Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.

Schon die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.

Das Fernsehen wurde erfunden, um den Analphabeten einen guten Grund zum Brillentragen zu geben.

Zukunft ist die Zeit, in der man die ganze Vergangenheit kennen wird. Solange man die Vergangenheit nur teilweise kennt, lebt man in der Gegenwart.

Der Satire steht das Recht auf Übertreibung zu. Aber sie hat es schon seit langem nicht mehr nötig, von diesem Recht Gebrauch zu machen.

Heldenhaftigkeit ist eine Todesart, keine Lebensart.

Den eigenen Fleiß empfinden wir als notwendiges Übel. Der Fleiß der anderen ist eine Folge ihrer Unfähigkeit.

Der Mann erträgt die Ehe aus Liebe zur Frau. Die Frau erträgt den Mann aus Liebe zur Ehe.

Fremder Arbeitseifer ist immer ärgerlich: Er ist für uns entweder Konkurrenz oder Vorwurf.

Ein Schriftsteller ist arriviert, wenn alles, was er schreibt, gedruckt wird. Ein Schriftsteller ist berühmt, wenn alles, was von ihm gedruckt wird, gelobt wird.

Aphorismen entstehen nach dem gleichen Rezept wie Statuen: man nehme ein Stück Marmor und schlage alles ab, was man nicht unbedingt braucht.

Maske: Der einzige Teil des Gesichts, den sich der Mensch selbst aussucht.

Maske: der einzige Teil des Gesichts, das sich der Mensch selber aussucht.

Gefährlicher als eine falsche Theorie ist eine richtige in falschen Händen.

Auch den Möbelpackern sind Leute, die Bücher lesen, zuwider. Aber sie haben wenigstens einen guten Grund dafür.

Phantasie ist etwas, was sich die meisten Leute gar nicht vorstellen können.

Manche Kritiker fassen jene Autoren am härtesten an, deren Bücher sie überhaupt nicht angefaßt haben.

Der Wert der Ideale steigt. Wenigstens behaupten das diejenigen, die ihre Ideale erfolgreich verkauft haben.

Der Zynismus der Zyniker besteht nicht so sehr darin, daß sie sagen, was sie denken, sondern darin, daß sie denken.

Die Krone: eine Kopfbedeckung, die den Kopf überflüssig macht.


Johann Kaspar Lavater
schweizer evangelischer Theologe (1741 - 1801)

Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner selbst anzuwenden.


Neill Lawson
amerikanischer Jurist (1820 - 1890)

Wer sich nur seiner Vorfahren rühmt, bekennt damit, daß er einer Familie angehört, die tot mehr wert ist als lebendig.


Stanislaw Jerzy Lec
polnischer Satiriker (1909 - 1966)

Fahre nicht aus der Haut, wenn du kein Rückgrat hast.

Wer den Himmel auf Erden sucht, hat im Erdkundeunterricht geschlafen.

Die Verfassung eines Staates sollte so sein, daß sie die Verfassung des Bürgers nicht ruiniere.

Die meisten Denkmäler sind hohl.

Es genügt nicht, daß man zur Sache spricht. Man muß zu den Menschen sprechen.

Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mußten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten.

Manche leben mit einer so erstaunlichen Routine, daß es schwerfällt zu glauben, sie lebten zum ersten mal.

Eine Diktatur ist eine Regierung, bei der man in Gefahr gerät, sitzen zu müssen, wenn man nicht hinter ihr stehen will.

Ich mag Philosophen nicht, die das Haar auf fremden Köpfen spalten. Noch dazu mit einem Beil.

Ist es ein Fortschritt, wenn ein Kannibale Messer und Gabel benutzt?

Lebenskünstler leben von den Zinsen eines nicht vorhandenen Kapitals.

Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.

Ich stimme mit der Mathematik nicht überein. Ich meine, daß die Summe von Nullen eine gefährliche Zahl ist.

Die Geschichte lehrt, wie man sie fälscht.

Wenn überhaupt keine Winde wehen, hat sogar der Wetterhahn auf dem Turm Charakter.

Erste Voraussetzung der Unsterblichkeit ist der Tod.

Autoverkäufer verkaufen Autos, Versicherungsvertreter Versicherungen. Und Volksvertreter?

Auch die Stimme des Gewissens kennt den Stimmbruch.

Geistig selbstgenügsam sind nur die Genies und die Idioten.


Le Corbusier
französisch-schweizerischer Architekt (1887 - 1965)

Die Grundlage ist das Fundament der Basis.


Gertrud von Le Fort
deutsche Schriftstellerin (1876 - 1971)

Gerechtigkeit gibt es nur in der Hölle. Im Himmel herrscht Gnade.


Gottfried Wilhelm von Leibniz
deutscher Mathematiker (1646 - 1716)

Die Gerechtigkeit ist nichts anderes als die Nächstenliebe des Weisen.


Robert Lembke
deutscher Journalist (1913 - 1989)

Es gibt Politiker, die Angst haben, ihr Gesicht zu verlieren. Dabei könnte ihnen gar nichts besseres passieren.

Einer der Hauptnachteile mancher Bücher ist die zu große Entfernung zwischen Titel- und Rückseite.

Wer spät zu Bett ging und früh herausmuß, weiß, woher das Wort Morgengrauen kommt.

Kein Mensch ist so beschäftigt, daß er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist.

Es gibt Fernsehprogramme, bei denen man seine eingeschlafenen Füsse beneidet.

Manche Männer sind dafür geschaffen, eines Tages glückliche Witwen zu hinterlassen.

Die Wahrheit über ein Menschen liegt auf halbem Wege zwischen seinem Ruf und seinem Nachruf.

Im Flugzeug gibt es während starker Turbulenzen keine Atheisten.

Image ist eine maßgeschneiderte Zwangsjacke.

Ich kenne einen Kollegen, der den Nagel immer genau auf den Daumen trifft. (Steinwürfe im Glashaus)

Es bekommt einer Sache besser, wenn sich einer dafür erwärmt, als wenn sich hundert dafür erhitzen.

Ordnung ist ein Durcheinander, an das man sich gewöhnt hat.

Kein Mensch ohne Charakter kann mit Würde faulenzen.

Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.

Wenn ich heimkomme, stelle ich mich direkt vor den Fernseher. Dann wissen die Kinder, daß ich zu Hause bin.

Fahre wie der Teufel, und du wirst ihn bald treffen.

Frauen lieben die einfachen Dinge des Lebens - zum Beispiel Männer.

Wenn die Tochter heiratet, verliert ein Vater zwar die Mitgift, aber er gewinnt ein Badezimmer.

Es gibt Gedanken, die sind klüger als die Leute, die sie haben.

Geliebt zu werden kann eine Stafe sein. Nicht wissen, ob man geliebt wird, ist Folter.


Jack Lemmon
amerikanischer Schauspieler (geb. 1925)

Diktatur ist ein Staat, in dem das Halten von Papageien lebensgefährlich sein kann.


Ninon de Lenclos
französische Kurtisane (1620 - 1705)

Die Eroberungen der Männer schlagen öfter durch ihre eigene Tölpelhaftigkeit fehl als durch die Tugendhaftigkeit der Frauen.


Wladimir Iljitsch Lenin
russisch - sowjetischer Politiker (1870 - 1924)

Es mögen Situationen eintreten, in denen den Interessen der gesamten Menschheit der Vorrang von den Klasseninteressen des Proletariats eingeräumt werden muß.

Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.

Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten,sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?

Es ist eine alte Wahrheit, daß man in der Politik oft vom Feinde lernen muß.

In erster Linie habe ich stets die Regel befolgt, mir deprimierende Gedanken fernzuhalten.


Gotthold Ephraim Lessing
deutscher Schriftsteller (1729 - 1781)

Die Dienste der Großen sind gefährlich und lohnen der Mühe nicht, die sie kosten.

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umerhirrt.

Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas besseres.

Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren.

Wer überlegt, sucht auch Beweggründe, nicht zu dürfen.

Bester Beweis einer guten Erziehung ist die Pünktlichkeit.

Beide schaden sich selbst: der zuviel verspricht und der zuviel erwartet.

Die ersten Entschließungen sind nicht immer die klügsten, aber gewöhnlich die redlichsten.

Gleichheit ist immer das festeste Band der Liebe.

Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten. (Nathan der Weise)

Das Lachen erhält uns vernünftiger als der Verdruß.


Jerry Lewis
amerikanischer Schauspieler und Komödiant (geb. 1926)

Es gibt sicher viele Gründe für die Scheidung, aber der Hauptgrund ist und bleibt die Hochzeit.

Jeder Mann tauscht eine Frau, die Kopfschmerzen hat, sehr gern gegen eine andere, die welche verursacht.

Milliardäre sind Leute, die auch einmal als ganz gewöhnliche Millionäre angefangen haben.

Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verführen, denn die meisten Frauen lachen gerne, bevor sie anfangen zu küssen.

Der Traum der Männer wäre es, den Frauen in die Arme zu sinken, ohne ihnen gleichzeitig in die Hände fallen zu müssen.

Botschaften soll man per Telex verschicken, aber nicht in einen Film verpacken.

Feiglinge sind Leute, die mit den Füßen denken.


Georg Christoph Lichtenberg
deutscher Physiker und Schriftsteller (1742 - 1799)

Es ist keine Kunst, etwas kurz zu sagen, wenn man etwas zu sagen hat.

Widerwärtigkeiten sind Pillen, die man schlucken muß, und nicht kauen.

Die Fliege, die nicht geklappt sein will, setzt sich am sichersten auf die Klappe selbst.

Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andre ihn begehen.

Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat.

Es gibt Leute, die glauben, alles wäre vernünftig, was man mit einem ernsthaften Gesicht tut.

Die Leute, die den Reim für das wichtigste in der Poesie halten, betrachten die Verse wie Ochsen-Käufer von hinten.

Daß die Philosophie eine Frau ist, merkt man daran, daß sie gewöhnlich an den Haaren herbeigezogen ist.

Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen.

Mäßigkeit setzt Genuß voraus, Enthaltsamkeit nicht. Es gibt daher mehr enthaltsame Menschen als solche, die mäßig sind.

Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennenlernen.

Wahrhaftigkeit ist die größte List.

Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach wohl die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.

Ein Buch ist ein Spiegel, aus dem kein Apostel herausgucken kann, wenn ein Affe hineinblickt.

Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans nach Hause bringen.

Wenn man Mitleid fühlt, so fragt man nicht erst andere Leute, ob man es fühlen soll.

Der gemeine Mann hält bei seinem Kirchengehen und Bibellesen die Mittel für Zweck.

Heutzutage machen drei Pointen und eine Lüge einen Schriftsteller.

Gerade das Gegenteil tun heißt auch nachahmen, es heißt nämlich das Gegenteil nachahmen.

Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.

Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine böse Entdeckung.

Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.

Meine Sprache ist allzeit simpel, enge und plan. Wenn man einen Ochsen schlachten will, so schlägt man ihm gerade vor den Kopf.

Unsere Theologen wollen mit Gewalt aus der Bibel ein Buch machen, worin kein Menschenverstand ist.

Wie geht's, sagte ein Blinder zu einem Lahmen. Wie Sie sehen, antwortete der Lahme.

Es gibt Leute, die gut zahlen, die schlecht zahlen, Leute, die prompt zahlen, die nie zahlen, Leute, die schleppend zahlen, die bar zahlen, abzahlen, draufzahlen, heimzahlen - nur Leute, die gern zahlen, die gibt es nicht.

Der Mensch liebt die Gesellschaft, und sollte es auch nur die von einem brennenden Rauchkerzchen sein.

Die Orakel haben nicht sowohl aufgehört zu reden als vielmehr die Menschen ihnen zuzuhören.

Das Wohl mancher Länder wird nach der Mehrheit der Stimmen entschieden, da doch jedermann eingesteht, daß es mehr böse als gute Menschen gibt.

Wenn die Fixsterne nicht einmal fix sind, wie könnt ihr dann sagen, daß alles Wahre wahr ist?

Die Leidenschaften machen die besten Beobachtungen und die elendsten Schlüsse.

Wer nichts als die Chemie versteht, versteht auch die nicht recht.

Wie glücklich viele Menschen wären, wenn sie sich genausowenig um die Angelegenheiten anderer kümmern würden wie um die eigenen.

Die großen Begebenheiten der Welt werden nicht gemacht, sondern sie finden sich.

Vom Wahrsagen lässt sich wohl leben, aber nicht vom Wahrheit sagen.

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muß anders werden, wenn es gut werden soll.

Je größer der Mann ist, desto strafbarer ist er, wenn er die Fehler anderer ausplaudert.

Die Superklugheit ist eine der verächtlichsten Arten von Unklugheit.

Der Mensch kommt unter allen Tieren dem Affen am nächsten.

Ängstlich zu sinnen und zu denken, wie man es hätte tun können, ist das übelste, was man tun kann.

Die Genies brechen die Bahnen, und die schönen Geister ebnen und verschönern sie.

Es ist sonderbar, daß nur außerordentliche Menschen die Entdeckungen machen, die nachher so leicht und simpel scheinen. Dieses setzt voraus, daß die simpelsten oder wahren Verhältnisse der Dinge zu bemerken, sehr tiefe Kenntnisse nötig sind.

Es ist in vielen Fällen Dingen eine schlimme Sache um die Gewohnheit. Sie macht, daß man Unrecht für Recht und Irrtum für Wahrheit hält.

Der eine hat eine falsche Rechtschreibung und der andere eine rechte Falschschreibung.

Wo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen.

Ich möchte was darum geben, genau zu wissen, für wen eigentlich die Taten getan worden sind, von denen man öffentlich sagt, sie wären für das Vaterland getan worden.

Ich mag immer den Mann mehr lieben, der schreibt, wie es Mode werden kann, als den, der so schreibt, wie es Mode ist.

Ein physikalischer Versuch, der knallt, ist allemal mehr wert als ein stiller.

Wie gut wäre es, wenn man die Stimmen, anstatt sie zu zählen, wägen könnte.

Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert, und mehr als das Blei in der Flinte jenes im Setzkasten der Drucker.

Alles auf einmal tun wollen zerstört alles auf einmal.


Trygve Lie
norwegischer Politiker, 1. Generalsekretär der UNO

Das Schicksal der Welt hängt heute in erster Linie von den Staatsmännern ab, in zweiter Linie von den Dolmetschern.


Wolfgang Liebeneiner
deutscher Regisseur und Schauspieler (1905 - 1987)

Im Gespräch mit einem Mann gewinnt man Einsichten, im Gespräch mit einer Frau Einblicke.


Abraham Lincoln
amerikanischer Politiker (1809 - 1865)

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Leute ohne Laster auch sehr wenige Tugenden haben.

Staatskunst ist die kluge Anwendung persönlicher Niedertracht für das Allgemeinwohl.

Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden.

Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen.

Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.

Ausführungsbestimmungen sind Erklärungen zu den Erklärungen, mit denen man eine Erklärung erklärt.

Gott hat die einfachen Menschen offenbar geliebt, denn er hat so viele von ihnen gemacht.

Die Wahlversprechen von heute sind die Steuern von morgen.

Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.

Was heißt konservativ? Heißt es nicht, dem Alten und Erprobten anzuhängen gegen das Neue und Unerprobte?

Der Stimmzettel ist stärker als die Kugel.


Franz von Liszt
ungarisch-deutscher Pianist und Komponist (1811 - 1886)

Das Genie ist die Macht, Gott der menschlichen Seele zu offenbaren.


David Livingstone
britischer Forschungsreisender (1813 - 1873)

Ich bin bereit überall hinzugehen, wenn es nur vorwärts ist.


Hans Lohberger
österreichischer Aphoristiker (1920 - 1979)

Wissenschaft: Statt vieler kleiner x macht man ein großes.

Der Fluch ist das Gebet des Teufels.

Sprechen heißt urteilen. Schweigen heißt geurteilt haben.

Denken, das heißt eingesehen haben, daß das Wissen zu Ende geht.

Es ist immer dasselbe: eingeräumte Rechte sind auferlegte Pflichten.


Sophia Loren
italienische Schauspielerin (geb. 1934)

Fehler gehören zu den Verpflichtungen, mit denen man für ein vollwertiges Leben bezahlt.


Lore Lorentz
deutsche Kabarettistin und Chansonsängerin (1920 - 1994)

Mit der Politik des kleineren Übels sind 6000 Jahre lang die großen Übel gemacht worden.

Den Aufstieg einer Frau zu einer höheren Position hemmt nicht der Chef, sondern seine Sekretärin.


Konrad Lorenz
österreichischer Verhaltensforscher (1903 - 1989)

Ich habe, glaube ich, die Zwischenstufe zwischen Tier und Homo sapiens gefunden. Wir sind es.

Daß etwas neu ist und daher gesagt werden sollte, merkt man erst, wenn man auf scharfen Widerspruch stößt.

Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.

Wenn die Fahne fliegt, ist der Verstand in der Trompete.

Die Gefährdung der heutigen Menschheit entspringt nicht so sehr ihrer Macht, physikalische Vorgänge zu beherrschen, als ihrer Ohnmacht, das soziale Geschehen vernünftig zu lenken.

Sie werden es nicht glauben, aber es gibt soziale Staaten, die von den Klügsten regiert werden; das ist bei den Pavianen der Fall.


Loriot

Jeder Säugling sollte sich so früh und so gründlich wie möglich mit einem Fernsehgerät beschäftigen, denn später hat er ja auch nichts anderes.


Jeannine Luczak

Sardinen wissen, daß Gleichmachen mit Kopfabschneiden beginnt.

Wo der Bürger keine Stimme hat, haben die Wände Ohren.

Demokratie heißt, die Wahl haben. Diktatur heißt, vor die Wahl gestellt sein.

Früher war die Naturwissenschaft ein Mittel zur Abwendung von Naturkatastrophen. Heute zur Anwendung.


Martin Luther
deutscher Kirchenreformator (1483 - 1546)

Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie sündhafte Leute.

Du kannst nicht verhindern, daß ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinwegfliegt. Aber du kannst verhindern, daß er in deinen Haaren nistet.

Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten.

Jugend ist wie ein Most. Der läßt sich nicht halten. Er muß vergären und überlaufen.

Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.

Wenn wir alt werden, so beginnen wir zu disputieren, wollen klug sein und doch sind wir die größten Narren.

Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man sie fortwälzt, je größer wird sie.

Strafe haßt man, aber die Sünde liebt man.


Rosa Luxemburg
deutsche Politikerin (1871 - 1919)

Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspuch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuß im Leben.

Mir imponieren nur die Ratschläge und Grundsätze, die der Ratgebende selbst beherzigt.


Niccolò Machiavelli
italienischer Staatsmann (1469 - 1527)

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.

Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.

Nationen, die man unterworfen hat, muß man entweder glücklich machen oder vernichten.


August Macke
deutscher Maler (1887 - 1914)

Die Sinne sind die Brücke vom Unfaßbaren zum Faßbaren.

Ich reiße mir die Bilder Stück für Stück aus dem Gehirn.


Anna Magnani
italienische Schauspielerin (1908 - 1973)

Wenn Männer sich mit ihrem Kopf beschäftigen, nennt man das 'denken'. Wenn Frauen das gleiche tun, heißt das 'frisieren'.

Männer wünschen eine Frau, mit der man Pferde stehlen kann. Frauen wünschen einen Mann, mit dem man sich ein Auto kaufen kann.


Gustav Mahler
österreichischer Komponist und Dirigent (1860 - 1911)

Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

In Österreich wird jeder das, was er nicht ist.


Norman Mailer
amerikanischer Schriftsteller (geb. 1923)

Die Geschichte ist ein Drehbuch von miserabler Qualität.

Erfolg ist nur halb so schön, wenn es niemanden gibt, der einen beneidet.

Der Wohlstand beginnt genau dort, wo der Mensch aufhört, mit dem Bauch zu denken.

Du hast die Wahl. Du kannst dir Sorgen machen, bis du davon tot umfällst. Oder du kannst es vorziehen, das bißchen Ungewißheit zu genießen.

Wenn der Mensch zuviel weiß, wird das lebensgefährlich. Das haben nicht erst die Kernphysiker erkannt, das wußte schon die Mafia.

Im Leben kommt es darauf an, Hammer oder Amboß zu sein - aber niemals das Material dazwischen.

Eine friedliche und einträchtige Welt ist der geheime Alptraum der Offiziere und Advokaten.

Wer die Menschen gern hat, verbietet ihnen etwas, damit sie an der Übertretung Spaß haben.

Sterben kann gar nicht so schwer sein - bisher hat es noch jeder geschafft.

Die Welt ist voll von Mißtrauen, das auf gegenseitiger Kenntnis beruht.

Wissenschaftliche Forschung läuft immer darauf hinaus, daß es plötzlich mehrere Probleme gibt, wo es früher ein einziges gegeben hat.

Die Konservativen sind die Pausenzeichen der Geschichte.


John Major

Die Geschichte ist kein Klub, aus dem man nach Belieben austreten kann.


André Malraux
französischer Schriftsteller und Politiker (1901 - 1976)

In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.

Mit der Macht kann man nicht flirten, man muß sie heiraten.

Wer in der Zukunft lesen will, muß in der Vergangenheit blättern.


Heinrich Mann
deutscher Schriftsteller (1871 - 1950)

Das Mißtrauen gegen den Geist ist Mißtrauen gegen den Menschen selbst, ist Mangel an Selbstvertrauen.

Die Langeweile lähmt den Widerspruch.


Thomas Mann
deutscher Schriftsteller (1875 - 1955)

Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.

Man ist in Deutschland allzu bereit, sich offenkundig zum Bösen zu bekennen, solange es so aussieht, als wollte diesem die Geschichte recht geben.

Nun kommt es im Leben darauf an, wer eine Wahrheit ausspricht. In gewissem Munde wird auch die Wahrheit zur Lüge.

Ein Künstler muß in derselben Verfassung an sein Werk gehen, in der der Verbrecher seine Tat begeht.


Ludwig Marcuse
deutscher Philosoph und Schriftsteller (1894 - 1971)

Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.

Originelle Formulierungen sind noch nicht originelle Einsichten.

Ein Friedlicher ist einer, der sich totschießen läßt, um zu beweisen, daß der andere ein Aggressor gewesen ist.

In Kants Jahren konnte der Aufklärer nicht aufklären, weil man ihn nicht ließ, zu unserer Zeit nicht, weil man ihn nicht liest.

Ironie ist keine Waffe, sondern eher ein Trost der Ohnmächtigen.

"Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" - Kommentar: sagen sie, und leben vom Brot und von dieser Warnung.

Besser ein anregender Pornograph als ein mausetoter Klassiker.

Wie mutig man ist, weiß man immer erst nachher.

Intellektuelle sind seltener wohlwollend gegeneinander als Einheimische gegen Gastarbeiter.

Trost und Rat sind oft die Abwehr eines Nichtbetroffenen gegen das Leid eines Betroffenen.

Es ist immer die Leistung, die bestimmt, wer zur Elite zählt.


Pierre de Marivaux
französischer Schriftsteller (1688 - 1763)

Manche Leute glauben alles, wenn man es ihnen nur zuflüstert.


Marcel Mart

Moderne Kapitalisten sind freundliche Ausbeuter, moderne Sozialisten unfreundliche Austeiler.

Die Vergeßlichkeit des Menschen ist etwas anderes als die Neigung mancher Politiker, sich nicht erinnern zu können.

Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts weiterzuerzählen.

Leistung allein genügt nicht. Man muß auch jemanden finden, der sie anerkennt.


Martial
römischer Satiriker

Die Arbeit als solche macht Vergnügen.


Groucho Marx
amerikanischer Komiker (1890 - 1977)

Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen.

Militärische Intelligenz ist ein Widerspruch in sich.

Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.

Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese.

Es gibt kein schöneres Geräusch als das Zähneknirschen eines Kumpels.


Karl Marx
deutscher Philosoph und Politiker (1818 - 1883)

Die Wahlphilosophie der Parlamentskandidaten besteht einfach darin, daß sie ihrer linken Hand erlauben, nicht zu wissen, was ihre rechte tut, und so waschen sie beide Hände in Unschuld.

Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

In Manufaktur und Handwerk bedient sich der Arbeiter des Werkzeugs, in der Fabrik dient er der Maschine.

So gut, wie jeder schreiben und lesen lernt, muß jeder schreiben und lesen dürfen.

Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.


Marcello Mastroianni
italienischer Filmschauspieler (1924 - 1996)

Eine Frau, die ihren Widerstand aufgibt, geht zum Angriff über.

Ein Flirt ohne tiefere Absicht ist ungefähr so sinnvoll wie ein Fahrplan ohne Eisenbahn.

Der ganze Emanzipationsrummel hat nichts daran geändert, daß Frauen sich schönmachen, um Männern zu gefallen.


Henri Matisse
französischer Bildhauer, Maler und Graphiker (1869 - 1954)

Für einen Maler gibt es nichts Schwierigeres als eine Rose zu malen, denn dazu muß er zuerst alle Rosen vergessen, die jemals gemalt worden sind.

Man muß sicher auf festem Boden gehen können, ehe man mit dem Seiltanzen beginnt.

Genauigkeit ist noch lange nicht die Wahrheit.


William Somerset Maugham
englischer Schriftsteller (1874 - 1965)

Die meisten Menschen geben ihre Laster erst dann auf, wenn sie ihnen Beschwerden bereiten.

Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.

Nach den Vorstellungen einer amerikanischen Frau ist der ideale Ehemann ein Butler mit dem Einkommen eines Generaldirektors.

Zukunft ist etwas, das die Menschen erst lieben, wenn es Vergangenheit geworden ist.

Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform.

Ich bin der Überzeugung, daß es kaum jemanden gibt, dessen Intimleben die Welt nicht in Staunen und Horror versetzte, wenn es übers Radio gesendet werden würde.

Es gibt drei goldene Regeln, um eine Novelle zu schreiben - leider sind sie unbekannt.

Im Alter bereut man vor allem die Sünden, die man nicht begangen hat.

Von einer Frau kann man alles erfahren, wenn man keine Fragen stellt.

Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker.

Jede Generation lächelt über die Väter, lacht über die Großväter und bewundert die Urgroßväter.

Humor ist die Fähigkeit, an den Auswüchsen der menschlichen Natur Gefallen zu finden.

Gelegentliche Ausschweifungen wirken anregend. Sie verhindern, daß Mäßigkeit zur Gewohnheit abstumpft.

Bei einem Festmahl sollte man mit Verstand essen, aber nicht zu gut, und sich aber nicht mit zuviel Verstand unterhalten.

Erfolg verbessert den Charakter.

Es ist erstaunlich, was für ganz und gar unvereinbare Wesenszüge man in ein und demselben Menschen vereint und obendrein noch halbwegs harmonisch aufeinander abgestimmt finden kann.

Es ist ein großer Trost, andere dort scheitern zu sehen, wo man selbst gescheitert ist.


Guy de Maupassant
französischer Schriftsteller (1850 - 1893)

Die Regierung eines einzelnen ist eine Ungeheuerlichkeit. Das eingeschränkte Wahlrecht ist eine Ungerechtigkeit. Das allgemeine Wahlrecht ist eine Dummheit.


Zenta Maurina
lettische Schriftstellerin

Was für den Vogel die Kraft der Schwingen, das ist für den Menschen die Freundschaft; sie erhebt ihn über den Staub der Erde.


André Maurois
französischer Schriftsteller (1885 - 1967)

Der Mensch hat es so gern, wenn man über ihn spricht, daß ihn sogar eine Unterhaltung über seine Fehler entzückt.


Shirley McLane

Takt ist eine schreckliche Sache. Wenn man ihn nicht hat, regt sich jeder auf. Wenn man ihn hat, merkt das kein Mensch.


Josef Meinrad
österreichischer Schauspieler (1913 - 1996)

Fortschritt bedeutet, daß wir immer mehr wissen und immer weniger davon haben.


Henry Louis Mencken
amerikanischer Journalist und Schriftsteller (1880 - 1956)

Gewissen: die innere Stimme, die uns warnt, weil jemand zuschauen könnte.

Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, daß man an seiner Stelle lügen würde.

Puritanismus ist die quälende Furcht, daß irgendwer irgendwo glücklich sein könnte.

Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, daß man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird.

Eine Berühmtheit ist jemand, der sich freut, daß ihn viele kennen, die er nicht kennen zu lernen braucht.

Ein Pessimist ist ein Mensch, der sofort nach dem Sarg Ausschau hält, wenn er Blumen gerochen hat.

Hoffnung ist der krankhafte Glaube an den Eintritt des Unmöglichen.

In einer Sache wenigstens sind sich Mann und Frau einig: Sie mißtrauen den Frauen.

Das Gewissen ist eine Schwiegermutter, deren Besuch nie endet.

Unmoral ist die Moral derer, die sich amüsieren.


Meng-Tzu
chinesischer Philosoph (372 - 289 v. Chr.)

Wem der Himmel eine große Aufgabe zugedacht hat, dessen Herz und Willen zermürbt er erst durch Leid.

Gehen dem Menschen Hühner und Hunde verloren, so weiß er, wo er sie suchen soll. Geht ihm sein Herz verloren, so weiß er nicht, wo er es suchen soll.

Der Gütige läßt die Art, wie er einen geliebten Menschen behandelt, auch den Ungeliebten zuteil werden.

Die menschliche Natur gleicht einem Wasserstrudel. Öffnet man ihm einen Ausweg nach Osten, so fließt das Wasser ostwärts; öffnet man ihm einen Weg nach Westen, so fließt es westwärts.


Inge Meysel
deutsche Schauspielerin (geb. 1910)

Hinter jeder Frau im Nerz steht eine andere, die darüber witzelt, wo sie ihn her hat.


John Stuart Mill
britischer Philosoph und Nationalökonom (1806 - 1873)

Es ist zu bezweifeln, ob alle bisherigen technischen Erfindungen die Tageslast auch nur eines menschlichen Wesens erleichtert haben.


Arthur Miller
amerikanischer Schriftsteller (geb. 1915)

Ich glaube, daß alle Menschen, die das Böse in der Welt verurteilen, auch verstehen müssen, daß dieses Böse ohne ihre eigene Mitschuld nicht existieren könnte.

Wir stehen immer noch vor der Tür, hinter der die großen Antworten warten.

Das Leben ist eine Nuß. Sie läßt sich zwischen zwei weichen Kissen nicht knacken.


Henry Miller
amerikanischer Schriftsteller (1891 - 1980)

Leben ist, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.

Zivilisiert sein heißt, komplizierte Bedürfnisse haben.

Die Kunst wird immer sensationeller und unverständlicher und das Leben immer langweiliger und hoffnungsloser.

Tugend nennt man die Summe der Dinge, die wir aus Trägheit, Feigheit oder Dummheit nicht getan haben.

Die richtige Einstellung zu Geld ist habgieriger Abscheu.

Die Wahrheit liegt meist am Rande, nicht in der Mitte.

Sex-Leitfäden sind meist Parfümrezepte, verfaßt von Leuten, die einen Stockschnupfen haben.

Nur der Mensch allein unter den Geschöpfen Gottes ist fähig, zu zerstören, was er liebt. Nur er ist fähig, sein eigenes Bild zu zerstören.

Wenn man im Leben keinen Erfolg hat, braucht man sich deshalb nicht ohne weiteres für einen Idealisten zu halten.

Ein Mann, der seine Frau liebt, achtet nicht auf ihr Kleid, sondern auf seine Frau. Fängt er an, auf die Kleidung zu achten, hat seine Liebe schon nachgelassen.

Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.

Der gewöhnliche Mensch ist in eine Handlung verwickelt, der Held handelt. Der Unterschied ist gewaltig.

In sexuellen Dingen verwechseln viele das Stimmen der Instrumente mit dem Konzert.


Otto Milo
amerikanischer Aphoristiker (1902 - 1980)

Das Wichtigste im Leben ist zu wissen, was das Wichtigste ist.


Werner Mitsch
deutscher Aphoristiker (geb. 1936)

Morgen ist auch ein Tag, sagt der Optimist.

Herrenmenschen sind in der Regel weder Herren noch Menschen.

Universitäten sind Bildungsstätten, die aus Neunmalklugen Siebengescheite machen.

Früher hielten sich manche Könige einen Narren. Heute halten sich manche Demokratien einen König.

Eine Gesellschaft, die sich mehr leistet, als sie sich leisten kann, nennt man Leistungsgesellschaft.

Dumme Pferde sind beschlagen. Dumme Reiter nicht.

Lebenskünstler sind Menschen, die sich auf das Überflüssige beschränken.

Nicht jeder Unternehmer, der stiften geht, ist ein Mäzen.

Wo Kompromisse fehlen, dominieren die Faustregeln.

Eine schöne Frau wäre dumm, wenn sie auch noch klug wäre.

Dummheit ist keine Schande. Hauptsache, man hält den Mund dabei.

Es kommt nicht drauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

Die Diktatur duldet Reden. Aber keine Widerreden.

Mode ist die Uniform der Zivilisten.

Man bezeichnet oft eine schlimme Tat als eine Untat - geradeso, als ob überhaupt nichts geschehen wäre.

Wer heute auf die Demokratie schimpft, dem wird morgen der Marsch geblasen.

In schlimmen Zeiten sind Denkende Andersdenkende.

Der Mensch hat die Atombombe erfunden. Keine Maus der Welt käme auf die Idee, eine Mausefalle zu konstruieren.

Menschen, die von einer neuen Erfindung nur die guten Seiten sehen, nennt man Techniker.

Leute, die mit ihrer Unzufriedenheit zufrieden sind, nennt man Nörgler.


Alexander Mitscherlich
deutscher Arzt und Psychologe (1902 - 1982)

Zuviel Freizeit kann dazu führen, daß die Menschen in Zukunft dazu übergehen, das zu tun, was sie schon immer getan haben, nämlich sich gegenseitig umzubringen.

Man kann Dummheit sorgfältig durch Erziehung zu Vorurteilen herbeiführen.

Der Glaube an Wissenschaft hat viel von magischen und fetischistischen Zügen an sich.


François Mitterand
französischer Politiker (geb. 1916)

Man kann keine Einheit erzielen, wenn man sich gegenseitig auf die Füße tritt.


Samy Molcho

Ändere Deine Einstellung zu den Menschen, und die Menschen ändern Ihre Einstellung zu Dir.


Helmuth Graf von Moltke
preußischer Generalfeldmarschall (1800 - 1891)

Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, solange die Nationen ein gesondertes Dasein führen.


Theodor Mommsen
deutscher Historiker und Jurist (1817 - 1903)

Die Einsicht in das Mögliche und Unmögliche ist es, die die Helden vom Abenteurer scheidet.


Marylin Monroe
amerikanische Filmschauspielerin (1926 - 1962)

Hollywood ist ein Ort, wo sie dir 50000 Dollar für einen Kuß und 50 Cent für deine Seele zahlen.

Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in einer kalten Nacht an ihr wärmen.

Ein Sexsymbol ist ein Ding, und ich hasse es, ein Ding zu sein.


Yves Montand
französischer Schauspieler und Sänger (1921 - 1991)

Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier.

In der Politik ist es wie im täglichen Leben: Man kann eine Krankheit nicht dadurch heilen, daß man das Fieberthermometer versteckt.


Charles-Louis de Montesquieu
französischer Schriftsteller (1689 - 1755)

Etwas ist nicht recht, weil es Gesetz ist, sondern es muß Gesetz sein, weil es recht ist.

Ich habe stets beobachtet, daß man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen oder weise sein muß.

Glücklich ist das Volk, dessen Geschichte sich langweilig liest.

Der Mensch kommt fast nie aus Vernunft zur Vernunft.

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

Wo es den Rednern an Tiefe fehlt, da gehen sie in die Breite.

Man kann über alles spötteln, weil alles eine Kehrseite hat.

Wer wünscht, daß man ihn fürchte, erreicht nur, daß man ihn haßt.

Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.

Für seine Arbeit muß man Zustimmung suchen, aber niemals Beifall.

Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so füllt sie ihn aus - weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.


Roger Moore
englischer Filmschauspieler (geb. 1927)

Ich gebe ungern Interviews, weil ich immer Schwierigkeiten habe, mich an die Lügen zu erinnern, die ich beim letzten Mal erzählt habe.


Alberto Moravia
italienischer Schriftsteller (1907 - 1990)

Eine Diktatur ist ein Staat, in dem sich alle vor einem fürchten und einer vor allen.

Ideen sollte man empfangen wie Gäste - zuvorkommend, aber unter der Voraussetzung, daß sie ihre Gastgeber nicht tyrannisieren.

Wenn eines Schriftstellers Ruhm die Zeitläufe überdauert, dann nicht wegen, sondern trotz seiner Überzeugungen.

Diktaturen sind Einbahnstraßen. In Demokratien herrscht Gegenverkehr.

Wenn die Passion fehlt, fehlt alles. Ohne Leidenschaft ist nichts zu erreichen.


Jeanne Moreau
französische Schauspielerin und Regisseurin (geb. 1928)

Die meisten Männer, die Kluges über Frauen gesagt haben, waren schlecht Liebhaber. Die großen Praktiker reden nicht, sondern handeln.

Alle Männer haben nur zwei Dinge im Sinn. Geld ist das andere.

Beim Liebesspiel ist es wie beim Autofahren. Die Frauen mögen die Umleitung, die Männer die Abkürzung.

Adam - der erste Entwurf für Eva.

Falten machen einen Mann männlicher, eine Frau älter.

Liebe wächst und blüht. Warum sollte sie nicht auch welken wie alles andere auf Erden?

In der Liebe fühlt sich der Mann als Bogen, er ist aber nur der Pfeil.

Man kann mit der Mode gehen oder mit der Mode laufen. Letzteres sollte man aber nur dann, wenn man noch jung genug dazu ist.

Gott ist ungalant. Er hat alle Falten im Gesicht konzentriert, obwohl doch anderswo genug Platz wäre.


Charles Morgan
englischer Schriftsteller (1894 - 1958)

Man kann die Augen nicht vor Dingen verschließen, die das Auge nicht sieht.


Christian Morgenstern
deutscher Schriftsteller (1871 - 1914)

Der Mensch - ein Exempel der beispiellosen Geduld der Natur.

Leben ist die Suche des Nichts nach dem Etwas.

Einander kennenlernen heißt lernen, wie fremd man einander ist.

Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn Du mit einer recht großen Freude im Herzen zu gleichgültigen Menschen kommst.

Für mich gibt es nur ein Mittel, um die Achtung vor mir selbst nicht einzubüßen: fortwährende Kritik.

Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.

Jeder Mensch ist ein neuer Versuch der Natur, über sich ins Reine zu kommen.

Der Welt Schlüssel heißt Demut. Ohne ihn ist alles Klopfen, Horchen, Spähen umsonst.

Was ist das erste, wenn Herr und Frau Müller in den Himmel kommen? Sie bitten um Ansichtskarten.

Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern versteht.

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.

Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben.

Es ist merkwürdig, daß ein mittelmäßiger Mensch oft vollkommen recht haben kann und doch nichts damit durchsetzt.

Vorsicht und Mißtrauen sind gute Dinge, nur sind auch ihnen gegenüber Vorsicht und Mißtrauen nötig.

In dem Maße, wie der Wille und die Fähigkeit zur Selbstkritik steigen, hebt sich auch das Niveau der Kritik am anderen.

Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.

Die Weltanschauungen mancher Menschen gleichen lächelnden Festungen.

Ein Kunstwerk schön finden heißt, den Menschen lieben, der es hervorbrachte.

Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins sichtbare.


Christopher D. Morley
amerikanischer Schriftsteller und Redakteur (1890 - 1957)

Der wahre Zweck eines Buches ist es, den Geist hinterrücks zum eigenen Denken zu verleiten.

Man hat einen Menschen noch lange nicht bekehrt, wenn man ihn zum Schweigen gebracht hat.

Die Menschen neigen zur falschen Auffassung, daß, da sich alle unsere mechanischen Apparate so flink vorwärts bewegen, auch das Denken schneller vor sich geht.


Hans Moser
österreichischer Schauspieler (1880 - 1964)

Die Menschen verlieren zuerst ihre Illusionen, dann ihre Zähne und ganz zuletzt ihre Laster.


Stirling Moss
englischer Rennfahrer (geb. 1929)

Es gibt zwei Sachen, von denen ein Mann nie zugeben wird, daß er sie nicht gut kann: Sex und Auto fahren.


Fritz Muliar
österreichischer Schauspieler (geb. 1919)

Mit dem Aberglauben ist es auch so eine Sache: Ich habe noch keinen Menschen getroffen, der sein 13. Monatsgehalt zurückgegeben hat.

Nichts scheut der Mensch mehr als ein Rendezvous mit sich selbst. Davon lebt die Unterhaltungsindustrie.


Edvard Munch
norwegischer Maler (1863 - 1944)

Für einen Künstler ist es vor allem gefährlich, gelobt zu werden.


Robert Musil
österreichischer Schriftsteller (1880 - 1942)

Keine Grenze verlockt mehr zum Schmuggeln als die Altersgrenze.

Eine Persönlichkeit ist der Ausgangspunkt und Fluchtpunkt alles dessen, was gesagt wird und dessen, wie es gesagt wird.

Wer nicht weiß, was er selbst will, muß wenigstens wissen, was die anderen wollen.

Man kann seiner eigenen Zeit nicht böse sein, ohne selbst Schaden zu nehmen.

Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.

Nicht das Genie ist 100 Jahre seiner Zeit voraus, sondern der Durchschnittsmensch ist um 100 Jahre hinter ihr zurück.

Vereine fördern die Bestrebungen ihrer Mitglieder und stören die der anderen.

Der Garten ist eine Kunstnatur.

Der Wunsch ist ein Wille, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt.


Helmar Nahr
deutscher Mathematiker und Unternehmer (geb. 1931)

Eine Fehlentscheidung auf Anhieb spart immerhin Zeit.

Tatsachen stehen in der Politik oft nicht hoch im Kurs. Selbst hartnäckige Mißerfolge gelten noch als Beweis für die Richtigkeit der Theorie.

Die Partei ist die Kampfgemeinschaft von Intimfeinden.

Ein Wissenschaftler ist jemand, dessen Einsichten größer sind als seine Wirkungsmöglichkeiten. Gegenteil: Politiker.

Gute Vorsätze sind vorsorgliche Bußübungen.

Organisieren besteht darin, weder den Dingen ihren Lauf noch den Menschen ihren Willen zu lassen.

Beispiele sind die Schwimmbojen der Logik.

Die Liebe ist unsere Strafe dafür, daß wir es nicht einfach bei der Fortpflanzung bewenden lassen.

Idiot: beliebtes Argument.

Die beste kurzfristige Erfolgsmeldung ist das Mienenspiel deines Bankdirektors.

Die große Koalition ist die formierte Gesellschaft des Parlaments zur Abwehr mißgünstiger Wählereinflüsse.

Wenn man aus Sonnenstrahlen Bomben bauen könnte, gäbe es schon längst wirtschaftlich arbeitende Sonnenkraftwerke.


Henri Nannen
deutscher Publizist (1913 - 1996)

Wichtigtuer sind Leute, die nie etwas Wichtiges tun.


Napoleon I. Bonaparte
französischer General und Kaiser der Franzosen (1769 - 1821)

Es ist der Erfolg, der die großen Männer macht.

Es gibt Diebe, die von den Gesetzen nicht bestraft werden und doch dem Menschen das Kostbarste stehlen: die Zeit

Wenn eine verzweifelte Situation ein besonderes Können erfordert, dann bringt man diesen Können auch auf, obwohl man vorher keine Ahnung davon hatte.

Ich wäre lieber in irgendeinem Dorf der Erste als in Paris der Zweite.

Der Reichtum besteht nicht im Besitz von Schätzen, sondern in der Anwendung, die man von ihnen zu machen versteht.

Der wahre Heldenmut besteht darin, über das Elend des Lebens erhaben zu sein.

Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums.

Gelehrte und Intellektuelle sind für mich wie kokette Damen. Man sollte sie besuchen, mit ihnen parlieren aber sie weder heiraten noch zu Ministern machen.

Das sicherste Mittel, arm zu bleiben, ist, ein ehrlicher Mensch zu sein.

Ein Kopf ohne Gedächtnis ist eine Festung ohne Besatzung.

Eine schöne Frau gefällt den Augen, eine gute dem Herzen. Die eine ist ein Kleinod, die andere ein Schatz.

Die Gesellschaft braucht eine strenge Justiz; darin liegt die Humanität des Staates, alles andere ist Humanität der Opernbühne.

Man kann keinen Eierkuchen backen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen.


Alexander Sutherland Neill
britischer Pädagoge (1883 - 1973)

Die Lösung für die Menschheit liegt in der richtigen Erziehung der Jugend, nicht in der Heilung von Neurotikern.

Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern.


Johann Nepomuk Nestroy
österreichischer Dichter und Schauspieler (1801 - 1862)

Der Mensch ist auch ein Federvieh. Denn gar mancher zeigt, sobald er eine Feder in die Hand nimmt, was er für ein Vieh ist.

Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition.

In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen und Sprechen bei, in den späteren verlangen sie dann, daß es stillsitzt und den Mund hält.

Die Phönizier haben das Geld erfunden - aber warum so wenig?

Das Glück ist eine leichtfertige Person, die sich stark schminkt und von ferne schön ist.

Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven, aber keine freien Völker regieren können.

Ich habe nur einen Grundsatz, und das ist der, gar keinen Grundsatz zu haben. Grundsätze sind enge Kleidungsstücke, die einen bei jeder Bewegung genieren.

Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer eine Dummheit.

Überhaupt hat der Fortschritt an sich, daß er viel größer ausschaut, als er wirklich ist

Wahrheit ist das Erhabenste - drum kann man's auch nicht jedem auf die Nase binden.

Gerichte können kein Gerücht zum Schweigen bringen.

Lang leben will halt alles, aber alt werden will kein Mensch.

Ein Zensor ist ein menschgewordener Bleistift oder ein bleistiftgewordener Mensch.


Wolfgang Neuß
deutscher Kabarettist und Schauspieler (1923 - 1989)

Galgenhumor ist die Kunst, sich den Ast zu lachen, auf dem man sitzt.


Isaac Newton
britischer Physiker und Mathematiker (1643 - 1727)

Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean.

Wenn ich weiter als andere gesehen habe, dann nur deshalb, weil ich auf der Schulter von Giganten stand.


Jack Nicholson
amerikanischer Schauspieler (geb. 1937)

Es gibt nur etwas, was teurer ist als eine Frau - nämlich eine Ex-Frau.


Roberto Niederer
schweizer Glas-Designer

Wenn jemand in einem Betrieb unverzichtbar ist, dann ist dieser Betrieb falsch organisiert.


Thomas Niederreuther
deutscher Maler (1909 - 1990)

Ein heiteres Ehepaar ist das Beste, was sich in der Liebe erreichen läßt.

Die Liebe ist der Versuch der Natur, den Verstand aus dem Weg zu räumen.


Friedrich Nietzsche
deutscher Philosoph (1844 - 1900)

Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens.

In Wahrheit heißt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir können.

Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

Der Sinn in den Gebräuchen der Gastfreundschaft ist: das feindliche im Fremden zu lähmen.

Geschichte handelt fast nur von schlechten Menschen, die später gutgesprochen worden sind.

Wir müssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen, zumal wir sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen.

Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.

Es ist leichter, einer Begierde ganz zu entsagen, als in ihr maßzuhalten.

Unsere Meinungen: Die Haut, in der wir gesehen werden wollen.

Die Zeit für kleine Politik ist vorbei. Schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erdherrschaft.

Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich erlaubterweise zurückziehen kann, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen anfallen.

Die Massen sind erstens verschwimmende Kopien der großen Männer, zweitens Widerstand gegen die Großen, drittens Werkzeuge der Großen.

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern.

Alle Vorurteile kommen aus den Eingeweiden.

Auch der Mutigste von uns hat nur selten den Mut zu dem, was er eigentlich weiß.

Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man.

Geld ist das Brecheisen der Macht.

Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muß es besitzen.

Bildung ist das Leben im Sinne großer Geister mit dem Zwecke großer Ziele.

Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse.

Die Dichter sind gegen ihre Erlebnisse schamlos: Sie beuten sie aus.

Wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Mutige Leute überredet man dadurch zu einer Handlung, daß man dieselbe gefährlicher darstellt, als sie ist.

Man hört nur die Fragen, auf welche man imstande ist, eine Antwort zu geben.

Wer ein Warum hat, dem ist kein Wie zu schwer.

Auf dem Markt glaubt niemand an höhere Menschen.

Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.

Wer viel Freude hat, muß ein guter Mensch sein: aber vielleicht ist er nicht der Klügste, obwohl er gerade das erreicht, was der Klügste mit all seiner Klugheit erstrebt.

Wer sich stets zu viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht! (Also sprach Zarathustra)

Menschen, welche rasch Feuer fangen, werden schnell kalt und sind daher im Ganzen unzuverlässig. (Menschliches, Allzumenschliches)

Im Lobe ist mehr Zudringlichkeit als im Tadel.

Die Mutter der Ausschweifung ist nicht die Freude, sondern die Freudlosigkeit.

Erkennen heißt: Alle Dinge zu unserem Besten verstehen.

Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber auch immer etwas Vernunft im Wahnsinn.

Die Philosophie ist eine Art Rache an der Wirklichkeit.

Hat man Charakter, so hat man auch sein typisches Erlebnis, das immer wieder kommt.

Der Asket macht aus der Tugend eine Not.

Der Besitz der Wahrheit ist nicht schrecklich, sondern langweilig, wie jeder Besitz.

Wenn man viel hineinzustecken hat, so hat ein Tag hundert Taschen.

Ein Politiker teilt die Menschheit in zwei Klassen ein: Werkzeuge und Feinde. Das bedeutet, daß er nur eine Klasse kennt: Feinde.

Zivilisation ist die erzwungene Tierzähmung des Menschen.


Emil Nolde
deutscher Maler und Graphiker (1867 - 1956)

Die Gottheit läßt sich nicht photographieren. Die Wissenschaft bedauert dies sehr.


Novalis
deutscher Dichter (1772 - 1801)

Vernunft und Phantasie ist Religion - Vernunft und Verstand ist Wissenschaft.

Spielen ist Experimentieren mit dem Zufall.

Wo Kinder sind, da ist ein goldnes Zeitalter.

Der Poet versteht die Natur besser als der wissenschaftliche Kopf.

Durch Gebet erlangt man alles. Gebet ist eine universelle Arznei.

Wer die Wahrheit verrät, verrät sich selber. Es ist hier nicht die Rede vom Lügen, sondern vom Handeln gegen die Überzeugung.

Schlafen ist Verdauen der Sinneseindrücke, Träume sind die Exkremente.

Glück ist Talent für das Schicksal.


Sir Laurence Olivier
britischer Schauspieler (1907 - 1989)

Niemand auf der Welt ist so wehrlos wie ein toter Autor gegen einen lebenden Regisseur.


Aristoteles Onassis
griechischer Reeder (1906 - 1975)

Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld lasse sich alles erreichen, darf man sicher sein, daß er nie welches gehabt hat.

Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muß ihm entgegenkommen.

Ein reicher Mann ist oft nur ein armer Mann mit sehr viel Geld.


José Ortega y Gasset
spanischer Philosoph (1883 - 1955)

Der Spezialist ist in seinem winzigen Weltwinkel vortrefflich zu Hause, aber er hat keine Ahnung vom Rest.

Der Zyniker, dieser Schmarotzer der Zivilisation, lebt davon, die zu verneinen, weil er überzeugt ist, daß sie ihn nicht im Stich lassen wird.

Hartnäckige Übellaunigkeit ist ein allzu klares Symptom dafür, daß ein Mensch gegen seine Bestimmung lebt.

Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch.

Was ist Gewalt anderes als Vernunft, die verzweifelt.

Was eine Nation groß macht, sind nicht in erster Linie die großen Männer. Es ist das Format der Mittelmäßigen.

Manche Menschen richten ihr Leben so ein, daß sie von Vorspeisen und Beilagen leben. Das Hauptgericht lernen sie nie kennen.

Der Mann der Wissenschaft muß ständig bemüht sein, an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln.

Je mehr wir wissen, um so tiefer schweigen wir und um so hoffnungsloser vereinsamen wir.


George Orwell

Freiheit ist die Freiheit zu sagen, daß zwei und zwei gleich vier ist. Sobald das gewährleistet ist, ergibt sich alles andere von selbst.

Der Liberale ist ein Anbeter der Macht ohne Macht.

Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.


John James Osborne
britischer Journalist, Dramatiker und Schauspieler (1929 - 1994)

Abrüstungskonferenzen sind die Feuerwehrübungen der Brandstifter.

Die Geschichte ist eine Buslinie mit Haltestellen, aber ohne Fahrplan.

Wer ein schlechtes Gedächnis hat, erspart sich viele Gewissensbisse.

Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral.

Auch das schlechteste Buch hat seine gute Seite: die letzte.

Die Historiker sind so etwas wie die Schminkmeister des großen Welttheaters.


Ovid
römischer Dichter (43 v. Chr - 17 n. Chr.)

Wer verborgen bleibt, hat ein schönes Leben.

Wer würde Hektor kennen, wenn Troja glücklich gewesen wäre? Nur allgemeines Unglück bahnt der Tüchtigkeit den Weg zum Ruhm.

Die Zeiten ändern sich, und wir mit mit ihnen.


Marcel Pagnol
französischer Schriftsteller (1895 - 1974)

Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung.


Thomas Paine

Die Regierung, sogar die beste, ist nichts anderes als ein notwendiges Übel; die schlechteste ist unerträglich.

Haltung läßt sich leichter bewahren als wiedergewinnen.


Olof Joachim Palme
schwedischer Politiker (1927 - 1986)

Die Geschichte ist eine Schule, in der die Stundenpläne selten eingehalten werden.

In der Politik darf man nicht versuchen, mit dem Kinn eine Faust k.o. zu schlagen.


Lilli Palmer
deutsche Schauspielerin (1914 - 1986)

Der Mensch ist ein Wesen, das zur Unzufriedenheit geschaffen wurde.


Cyril Northcote Parkinson
britischer Historiker (1909 - 1993)

Unter Rationalisierung verstehen die meisten Postminister, daß man die Gebühren laufend erhöht und die Zustellung ständig verschlechtert.

Daß man mit Dienst nach Vorschrift die Urheber der Vorschriften lächerlich machen kann, ist eine herrliche Pointe der Bürokratie.

Die Bürokraten sind die Militaristen des Papierkriegs.

In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiß. Diese Person muß entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren.

Karriere: Beförderung bis zur absoluten Inkompetenz.

Computer sind die neueste technische Errungenschaft zur wirksamen Verzögerung der Büroarbeit.


Blaise Pascal
französischer Mathematiker und Physiker (1623 - 1662)

Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen.

Die besten Bücher sind die, von denen jeder Leser meint, er hätte sie selbst machen können.

Man läßt sich lieber durch Gründe überzeugen, die man selber erfunden hat, als durch solche, die anderen in den Sinn gekommen sind.

Alles Unheil dieser Welt geht davon aus, daß die Menschen nicht still in ihrer Kammer sitzen können.

Beredsamkeit ist die Kunst, so von den Dingen zu sprechen, daß jedermann gern zuhört.

Das Weltall ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall, dessen Umfang nirgends ist.

Ich stelle als Tatsache fest, daß, wenn alle Menschen wüßten, was jeder über den anderen sagt, es keine vier Freunde in der Welt gäbe.

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand.

In der Liebe gilt Schweigen oft mehr als Sprechen.

Die Macht der Könige ist auf die Vernunft und auf die Torheit des Volkes gegründet - und viel mehr auf die Torheit. (Pensées)

Wir suchen niemals die Dinge, sondern das Suchen nach ihnen.


Louis Pasteur
französischer Chemiker und Mikrobiologe (1822 - 1895)

Ich will euch mein Erfolgsrezept verraten: Meine ganze Kraft ist nichts als Ausdauer.

Tierärzte haben es leichter. Die werden wenigstens nicht durch Äußerungen ihrer Patienten irregeführt.


George Patton
amerikanischer General (1885 - 1945)

Man soll den Menschen nie sagen, wie sie etwas tun sollen, sondern nur, was sie tun sollen. Dann wird ihr Einfallsreichtum einen verblüffen.

Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen.


Jean Paul
deutscher Dichter (1763 - 1825)

Fern von Menschen wachsen Grundsätze, unter ihnen Handlungen.

Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.

Mut besteht nicht darin, daß man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, daß man sie sehend überwindet.

Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.

Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr.

Die schlimmsten Fehler macht man in der Absicht, einen Fehler gutzumachen.

Der Spaß ist unerschöpflich, nicht der Ernst

Wurst ist eine Götterspeise. Denn nur Gott weiß,was drin ist.

Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder.

Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden, man muß sie auch gehen lassen.

Die Zeit ist eine Larve der Ewigkeit.

Die Liebe ist das Leben des Weibes, aber eine Episode im Leben des Mannes.

Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören.

Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht.

Der Mensch wird wie der Stahl hart - durch öfteres Abkühlen nach Erhitzung.

Der schönste, reichste, beste und wahrste Roman, den ich je gelesen, ist die Geschichte.

Man gibt seine Kinder auf die Schule, daß sie still werden, auf die Hochschule, daß sie laut werden.

Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten.

Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen immer ein Unglück.

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Ich wäre am begierigsten, die Fehler der Engel zu wissen.

Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen. Sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.

Jeder Fachmann ist in seinem Fach ein Esel.

Wer die Laterne trägt, stolpert leichter als wer ihr folgt.

Die Probe eines Genusses ist die Erinnerung.


Linus Carl Pauling
amerikanischer Chemiker (1901 - 1994)

Der einzige Fortschritt, den man in bisher in Abrüstungsfragen erzielt hat, liegt darin, daß sich die früheren Kriegsminister jetzt Verteidigungsminister nennen.

Fast alles, was Menschen erfinden, wird früher oder später zur Waffe. Ist das wirklich nicht zu verhindern?


Cesare Pavese
italienischer Schriftsteller (1908 - 1950)

Wenn ein Leben, das völlig frei wäre von jedem Gefühl für Sünde, realisierbar wäre, so würde es so leer sein, daß man sich davor entsetzte.

Früher diente die Macht den Ideologien. Jetzt dienen die Ideologien der Macht.


Johann Heinrich Pestalozzi
Schweizer Erzieher und Sozialreformer (1746 - 1827)

Je höher die Rechthaberei in einem Menschen steigt, desto seltener hat er recht, das heißt, desto seltener stimmen seine Aussagen und Behauptungen mit der Wahrheit überein.

Entschlossenheit im Unglück ist immer der halbe Weg zur Rettung.

Zweifeln ist Suchen, nicht Ratlosigkeit.


Zarko Petan
slowenischer Schriftsteller (geb. 1929)

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.

In einer dirigierten Wirtschaft leben nur die Dirigenten gut.

Die Historiker verfälschen die Vergangenheit, die Ideologen die Zukunft.

Der ehrgeizige Bürokrat träumt davon, daß seine Feder eines Tages zur Lanze befördert wird.

Augen sind gewöhnlich ein Vergrößerungsglas für fremde Fehler.

Volksmassen sind wie Lawinen, schon ein Schrei kann sie in Bewegung setzen.

Der Weg zum Erfolg ist mit fremden Mißerfolgen gepflastert.

Die Gegenwart ist der Zustand zwischen der guten alten Zeit und der schöneren Zukunft.


William Lyon Phelps
amerikanischer Literaturwissenschaftler (1865 - 1943)

Ob ein Mensch ein Gentleman ist, erkennt man an seinem Benehmen denjenigen Menschen gegenüber, von denen er keinen Nutzen hat.


Pablo Picasso
spanischer Maler (1881 - 1973)

Ich würde gern leben wie ein armer Mann mit einem Haufen Geld.

Das Flüstern einer schönen Frau hört man weiter als den lautesten Ruf der Pflicht.

Genie ist Persönlichkeit mit zwei Groschen Talent

Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale.

Man braucht sehr lange, um jung zu werden.

Ein Maler ist ein Mann, der malt, was er verkauft. Ein Künstler ist dagegen ein Mann, der das verkauft, was er malt.

Eine Kunstrichtung hat sich erst dann durchgesetzt, wenn sie auch von den Schaufensterdekorateuren praktiziert wird.

Wenn ich wüßte, was Kunst ist, würde ich es für mich behalten.

Frauen, die wenig Reize haben, neigen besonders zur Tugendhaftigkeit.

Arbeit bedeutet atmen für mich; wenn ich nicht arbeiten kann, kann ich nicht atmen!

Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen läßt.

Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, aber es gibt auch den, der mit Überlegung und Geschick aus einem gelben Fleck eine Sonne macht.

Das einzige, was ich im Leben bedauere ist, keine Comics gezeichnet zu haben.

Ich sehe die Natur als etwas Leidenschaftliches, Stürmisches, Unheimliches und Dramatisches an wie mein eigenes Ich.

Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen.


Max Planck
deutscher Physiker (1858 - 1947)

Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller seiner Überlegungen.

Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus.

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.


Platon
griechischer Philosoph

Der Tugendhafte begnügt sich, von dem zu träumen, was der Böse im Leben verwirklicht.

Ist der Mensch mäßig und genügsam, so ist auch das Alter keine schwere Last, ist er es nicht, so ist auch die Jugend voller Beschwerden.

Am allererdrückendsten sind doch die Leute, die Gesetze erlassen und ständig erneuern, stets im Glauben, den Betrügereien im Geschäftsleben Schranken setzen zu können, ohne zu ahnen, daß sie in Wirklichkeit einer Hydra Köpfe abschneiden.

Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.

Der höchste Grad von Ungerechtigkeit ist geheuchelte Gerechtigkeit.

Einem Kind, das die Dunkelheit fürchtet, verzeiht man gern; tragisch wird es erst, wenn Männer das Licht fürchten.

Die schlimmste Art von Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.

Das Urteil der Menge mache dich immer bedenklich, aber niemals verzagt.


Plutarch
griechischer Schriftsteller und Philosoph (46 - 125)

Nachlässigkeit richtet selbst vorzügliche Anlagen der Natur zugrunde.

Das Gehirn ist nicht nur ein Gefäß, das gefüllt werden muß, sondern ein Feuer, daß gezündet werden will.

Die Dichtkunst ist eine redende Malerei, die Malerei aber eine stumme Dichtkunst.


Edgar Allan Poe
amerikanischer Schriftsteller (1809 - 1849)

Nicht in der Erkenntnis liegt das Glück, sondern im Erwerben der Erkenntnis.

Wenn ich es recht verstehe, ist in jedem 'Liebet eure Feinde' doch auch ein 'Hasset eure Freunde' enthalten.


Alfred Polgar
österreichischer Schriftsteller und Kritiker (1873 - 1955)

Witz ist das Niesen des Gehirns. Dabei ist ein immer witziger Mensch genauso unausstehlich und unappetitlich wie ein Kerl mit chronischem Schnupfen, aber ohne Taschentuch.

Wie sich die Gegensätze gleichen!

Es ist schwierig, Menschen hinters Licht zu führen, sobald es ihnen aufgegangen ist.

Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.

Gewohnheiten sind die Fingerabdrücke des Geistes.

Es hat sich bewährt, an das Gute im Menschen zu glauben, aber sich auf das Schlechte zu verlassen.

Wien bleibt Wien - und das ist wohl das schlimmste, was man über diese Stadt sagen kann.

Der Idealist geht glatt durch Mauern und stößt sich wund an der Luft.

Mancher hat Opern und Sinfonien geschrieben und lebt doch nur weiter in einer Fußnote.

Für die meisten Menschen ist Leben wie schlechtes Wetter. Sie treten unter und warten, bis es vorüber ist.

Erfahrung verbessert unsere Einsicht, ohne unsere Absichten zu verändern.

Die Zukunft kommt in Raten, das ist das Erträgliche an ihr.

Schlaf ist das einzige Glück, das man erst genießt, wenn es vorbei ist.


Georges Pompidou
französischer Politiker (1911 - 1974)

Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten.


Sir Karl Raimund Popper
britischer Philosoph österreichischer Herkunft (1902 - 1994)

Die Frage, wer an die Macht kommen soll, ist falsch gestellt. Es genügt, wenn eine schlechte Regierung wieder abgewählt werden kann.


Ezra Pound
amerikanischer Schriftsteller (1885 - 1972)

Regieren ist die Kunst, Probleme zu schaffen, mit deren Lösung man das Volk in Atem hält.

Nächstenliebe findet man zum Beispiel bei Menschen, die Dienstvorschriften nicht einhalten.


Rudolf Prack
österreichischer Schauspieler (1905 - 1981)

Beim Film ist Liebe harte Arbeit, da vergeht einem alles.


Micheline Presle
französische Schauspielerin (geb. 1922)

Die Männer sind zweifellos dümmer als die Frauen. Oder hat man jemals gehört, daß eine Frau einen Mann nur wegen seiner hübschen Beine geheiratet hat?


Elvis Presley

Ich verstehe nichts von Musik. In meinem Fach ist das nicht nötig.


John B. Priestley
britischer Schriftsteller (1894 - 1984)

Eine Diktatur ist ein Staat, in dem man all das tun muß, was nicht verboten ist.

Das Ideal der Gleichheit ist deshalb so schwer, weil die Menschen Gleichheit nur mit jenen wünschen, die über ihnen stehen.

Unter einem Dementi versteht man in der Diplomatie die verneinende Bestätigung einer Nachricht, die bisher lediglich ein Gerücht gewesen ist.


Marcel Proust
französischer Schriftsteller (1871 - 1922)

Gemeinsame Erinnerungen sind manchmal die besten Friedensstifter.

Glück ist gut für den Körper, aber Kummer stärkt den Geist.

Klar nennen wir die Gedanken, die den gleichen Grad von Konfusion haben wie unsere eigenen.

Von allen Frauen, deren Charme ich erlegen bin, habe ich hauptsächlich Augen und Stimme in Erinnerung.

Das einzige, was noch schwieriger ist, als ein geordnetes Leben zu führen: es nicht anderen aufzuzwingen.


Sully Prudhomme
französischer Dichter (1839 - 1907)

Zwei Freunde müssen sich im Herzen ähneln, in allem anderen können sie grundverschieden sein.

Wenn man einen Menschen in Freundschaft liebt, wünscht man ihn glücklich zu sehen.


Pythagoras von Samos
griechischer Mathematiker und Philosoph (um 550 v. Chr.)

Die Zahl ist das Wesen aller Dinge.

Die kürzesten Wörter, nämlich 'ja' und 'nein' erfordern das meiste Nachdenken.

Man soll schweigen oder Dinge sagen, die noch besser sind als das Schweigen.


Helmut Qualtinger
österreichischer Kabarettist und Schauspieler (1928 - 1986)

Es gibt nichts Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören.

Sorgen sind wie Babies: Je mehr man sie hätschelt, desto besser gedeihen sie.

Österreich ist ein Labyrinth, in dem sich jeder auskennt.

Seitdem es Flugzeuge gibt, sind die entfernten Verwandten auch nicht mehr das, was sie einmal waren.

Witze sind wie Obst: Druck vertragen die wenigsten.

Es gibt Leute, die keiner Fliege etwas zu Leide tun, wei sie nicht imstande sind, eine zu fangen.

Der Zweck heiligt höchstens noch die Waschmittel.

Vor dem Gesetz sind alle gleich, aber einige möchten halt gleicher sein.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.


Anthony Quinn
amerikanischer Filmschauspieler (geb. 1915)

Ich bewundere Frauen, aber sie sind mir nicht ebenbürtig.


Marcus Fabius Quintilian
römischer Redner und Schriftsteller (um 30 - um 96 n. Chr.)

Jeder will lieber fremde Fehler verbessert haben als eigene.


Wilhelm Raabe
deutscher Schriftsteller (1831 - 1910)

Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne eigene Gedanken.

Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.

Man muß den Leuten nur ein bißchen verrückt vorkommen, dann kommt man schon weiter.

An sich selbst muß der Mensch in Erfahrung bringen, wie dem anderen zumute ist.


Sigismund von Radecki
deutscher Schriftsteller (1891 - 1970)

Unser aller Beruf ist es, Mensch zu sein. Aber wer hat schon den Ehrgeiz?


Ferdinand Raimund
österreichischer Dramatiker (1790 - 1836)

Da streiten sich die Leut' herum oft um den Wert des Glücks. Der eine heißt den andern dumm, am End' weiß keiner nix.


Dunja Rajter
kroatische Schauspielerin und Sängerin (geb. 1946)

Mit der Eitelkeit eines Mannes kämen zehn Frauen aus.


Leopold von Ranke
deutscher Historiker (1795 - 1886)

Zwischen Gelingen und Mißlingen, in Streit, Anstrengung und Sieg bildet sich der Charakter.

Wollt ihr die Unterschiede vernichten, hütet euch, daß ihr nicht das Leben tötet.

Jedes Jahrhundert hat die Tendenz, sich als das fortgeschrittenste zu betrachten und alle andern nur nach seiner Idee abzumessen.

Es ist in der Regel das Schicksal der zum Siege gelangten Parteien, über den Sieg zu zerfallen.

Die glücklichsten Zeiten der Menschheit sind die leeren Blätter im Buch der Geschichte.


Walter Rathenau
deutscher Industrieller und Politiker (1867 - 1922)

Verschmilzt die Wirtschaft Europas zur Gemeinschaft, und das wird früher geschehen, als wir denken, so verschmilzt auch die Politik.

Wer nicht begreifen kann, daß die Welt nicht anders als zwecklos sein kann, den frage, ob das Allegro einer Symphonie das Adagio zum Zweck habe oder ob das ganze Werk des Schlußakkords wegen da sei.

Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.

Die Erfindung des Problems ist wichtiger als die Erfindung der Lösung; in der Frage liegt mehr als in der Antwort.

Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von der Furcht.


Ernst Raupach
deutscher Dramatiker (1784 - 1852)

Wer den Neid nicht ertragen kann, muß auch den Ruhm nicht wollen.


Ronald Reagan
amerikanischer Schauspieler und Politiker (geb. 1911)

Es ist ein Merkmal gesetzten Alters, wenn man von zwei Versuchungen jene wählt, die es erlaubt, um neun Uhr wieder zu Hause zu sein.

Eine Regierung löst keine Probleme, sie läßt sie abklingen.

Es stimmt, daß Arbeit noch nie irgendjemanden umgebracht hat. Aber warum das Risiko eingehen?


Willy Reichert
deutscher Schauspieler (1896 - 1973)

Frauen schminken sich aus demselben Grunde, aus dem man Panzerwagen mit Farbe bemalt.


Jules Renard
französischer Schriftsteller (1864 - 1910)

Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.

Faulheit ist die Angewohnheit, sich auszuruhen, bevor man müde wird.

Ein Pedant ist ein Mensch, der geistig schlecht verdaut.


Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu
Kardinal und französischer Staatsmann (1585 - 1642)

Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen, und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhängen zu lassen.


Joachim Ringelnatz
deutscher Schriftsteller und Kabarettist (1883 - 1934)

Sicher ist, daß nichts sicher ist. Selbst das nicht.

Auch die besessensten Vegetarier beißen nicht gern ins Gras.

Paßbilder sind die Rache der Photographen.

Der Stein der Weisen sieht dem Stein der Narren zum Verwechseln ähnlich.

Militaristen sind Leute, die gerne schießen, vor allem ins Kraut.

Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden dieser Welt sind die, aus denen man trinkt.


Willi Ritschard

Auf hundert Besserwisser gibt es nur einen Bessermacher.

In den Diktaturen darf man nichts sagen, muß alles nur denken. In der Demokratie darf man alles sagen, aber keiner ist verpflichtet, sich dabei etwas zu denken.


Charlie Rivel
spanischer Clown (1896 - 1983)

Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher.

Applaus ist eines der wenigen Dinge, die heute noch mit der Hand gemacht werden.


Alexander Roda Roda
österreichischer Schriftsteller (1872 - 1945)

Freunde sind gut, vorausgesetzt, daß man sie nicht nötig hat.


Walter Röhrl
deutscher Rallyefahrer (geb. 1947)

Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein Auto braucht Liebe.


Jules Romains
französischer Schriftsteller (1885 - 1972)

Vorurteile sterben ganz langsam, und man kann nie sicher sein, daß sie wirklich tot sind.

Die Abstumpfung ist der Feind des Glücks. Niemals kann ein Blasierter glücklich sein.

Es ist unmöglich, dem Augenblick zu leben. Man steht immer mit einem Bein in der Vergangenheit, mit dem anderen in der Zukunft.


Manfred Rommel
deutscher Politiker (geb. 1928)

Akademische Bildung verringert nicht die Neigung zu Vernunftwidrigkeiten, sondern potenziert sie.

Wäre die deutsche Politik ein Auto, ich fürchte, sie käme schon seit Jahren nicht mehr durch den TÜV.

Ein Politiker wird nicht dadurch zum Experten, daß er etwas über etwas sagt.

Die, die sich dumm stellen, sind gefährlicher als die, die dumm sind.

Solange man mit einem Fernsehapparat keine Mücke totschlagen kann, so lange kann er die Zeitung nicht ersetzen.

Narrenweisheit ist immer noch besser als intellektuelle Dummheit.

Paradox ist, daß man im Deutschen jemandem, dem man alles zutraut, nicht trauen kann.


Franklin Delano Roosevelt
amerikanischer Politiker (1882 - 1945)

Der Reaktionär ist ein Nachtwandler, der rückwärts geht.

Das Einzige, was wir fürchten müssen, ist die Furcht selbst.

Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.

Der Krieg ist eine Seuche. Er kann Staaten und Völker verschlingen, die vom ursprünglichen Schauplatz der Feindseligkeiten weit entfernt sind.


Theodore Roosevelt
amerikanischer Politiker (1858 - 1919)

Nie drohe man zuerst mit der Faust und dann mit dem Finger.

Sprich leise und trage einen großen Knüppel!

Neun Zehntel der Weisheit bestehen darin, zum richtigen Zeitpunkt weise zu sein.


Peter Rosegger
österreichischer Schriftsteller (1843 - 1918)

Immer lernt der Kluge vom Dummen mehr als der Dumme vom Klugen.

Manches Vergnügen besteht darin, daß man mit Vergnügen darauf verzichtet.

Man kann sich viel leichter krankfaulenzen als krankarbeiten.

Über drei Dinge wird in unseren Tagen zuviel geschrieben und geredet: Über Kunst, Gesundheit und Erziehung. Folge davon, daß wir unkünstlerisch, kränkelnd und ungezogen geworden sind.

Alles Große, das Menschen je geleistet haben, geht aus der Einsamkeit, aus der Vertiefung geistigen Schauens hervor.

Das Dasein ist köstlich, man muß nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.

Wer nicht schon in der Arbeit Genugtuung findet, der wird nie zur Zufriedenheit gelangen.

Tüchtiges schaffen, das hält auf die Dauer kein Gegner aus.

Vor Gott muß man sich beugen, weil er so groß ist, vor dem Kinde, weil es so klein ist.

Arbeit ist oft die einzige Erholung von der Last des Daseins.

Was ist alle gemachte Poesie in einer großen Stadt gegen die Schönheit eines Kornfeldes.


Ludwig Rosenberg
deutscher Gewerkschafter (1903 - 1977)

Man ist schlecht beraten, wenn man nur mit Leuten zusammenarbeitet, die nie widersprechen.


Philip Rosenthal
deutscher Industrieller und Politiker (geb. 1916)

Die Selbstzufriedenheit ist der Sargdeckel jeden Fortschritts.

Erfolg im Leben ist etwas Sein, etwas Schein und sehr viel Schwein.


Diana Ross

Musik ist eine Reflexion der Zeit, in der sie entsteht.


Joseph Roth
österreichischer Schriftsteller und Journalist (1894 - 1939)

Der Begriff 'Fortschritt' allein setzt bereits die Horizontale voraus. Er bedeutet ein Weiterkommen und kein Höherkommen.


Jean-Jaques Rousseau
französischer Dichter und Philosoph (1712 - 1778)

Das einzige Mittel, den Irrtum zu vermeiden, ist die Unwissenheit.

Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.

Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden, im Herzen der Bösen.

Der Geschmack ist die Kunst sich auf Kleinigkeiten zu verstehen.

Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.

Mit der Freiheit ist es nicht anders als mit derben und saftigen Speisen oder starken Weinen. Für gesunde und starke Naturen sind sie nahrhaft und stärkend. Sie überladen, verderben und berauschen jedoch schwache und zarte Menschen.

Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.

Der Mensch ist frei geboren, und liegt doch überall in Ketten.

Vor allem der Seele wegen ist es nötig, den Körper zu üben.

Sobald man bei Staatsangelegenheiten die Worte hören kann: 'Was geht mich das an?' kann man darauf rechnen, daß der Staat verloren ist.

Wieviel Unrecht kann die Umarmung eines Freundes wiedergutmachen.

Alle Ketten der Meinung sind für mich zerbrochen; ich kenne nur die Ketten der Notwendigkeit.


Henry Royce

Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist alles andere als eine Kleinigkeit.


Friedrich Rückert
deutscher Dichter (1788 - 1866)

Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, daß die Menschen selbst einander die Hölle heiß machen.

Gesellschaft braucht der Tor, und Einsamkeit der Weise.

Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die im Irrtum verharren, das sind die Narren


Heinz Rühmann
deutscher Schauspieler (1902 - 1994)

Sorgen ertrinken nicht in Alkohol, sie können schwimmen.

Die Zeit ist zu kostbar, um sie mit falschen Dingen zu verschwenden.

Keulen sind als Vernichtungswerkzeuge etwas aus der Mode. Aber das Schicksal bedient sich ihrer noch.

Die Stücke werden immer länger, die Regisseure scheinen sich immer mehr selbst verwirklichen zu wollen.

Lächeln ist das Kleingeld des Glücks.

Wann verläßt ein Zuschauer schon einmal das Kino und wurde in seiner Seele angerührt?

Erfüllte Wünsche bedeuten Stillstand. Solange wir leben, müssen wir unterwegs bleiben.

Man kann Humor nicht auftragen wie auf einem Servierteller. Der Ton macht die Musik - und der Resonanzboden muß das Herz sein.

Hobbies sind Steckenpferde, die den Reitern die Sporen geben.

Erst wenn ein Anzug abgetragen ist, beginnt seine Glanzzeit.

Ein Pessimist ist ein Mensch, der sich über schlechte Erfahrungen freut, weil sie ihm recht geben.

Ich erschrecke bei dem Gedanken, wie weit die Unendlichkeit reicht und frage mich, was wohl hinter der Unendlichkeit kommt.


Michael Rumpf
deutscher Essayist (geb. 1948)

Die Religion ist nicht am erwachenden Verstand gestorben, sondern am einschlafenden Gefühl.


John Ruskin
britischer Schriftsteller und Kunstkritiker (1819 - 1900)

Sonnenschein wirkt köstlich, Regen erfrischend, Wind aufrüttelnd, Schnee erheiternd. Wo bleibt da das schlechte Wetter?

Nichts großes Geistiges wurde je durch eine Anstrengung hervorgebracht; Großes kann nur von einem Großen geschaffen werden, und er tut es ohne Anstrengung.

Alle Baukunst bezweckt eine Einwirkung auf den Geist, nicht nur einen Schutz für den Körper.

Die schönsten Dinge auf der Welt sind die nutzlosesten; zum Beispiel Pfauen und Lilien. (Die Steine von Venedig)


Jane Russell
amerikanische Filmschauspielerin (geb. 1921)

Abnehmen ist ganz einfach: man darf nur Appetit auf Sachen bekommen, die man nicht mag.


Bertrand Russell
britischer Mathematiker und Philosoph (1872 - 1970)

Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist so groß.

Der Mensch ist ein Teil der Natur und nicht etwas, das zu ihr im Widerspruch steht.

Freiheit ist eine schöne Sache, aber nicht dann, wenn sie mit Einsamkeit erkauft wird.

Traditionalismus bedeutet, daß man einem silbernen Salzstreuer, aus dem kein Salz kommt, den Vorzug gibt vor einem aus Plastik, der tatsächlich Salz streut.

Der moderne Mensch betrachtet Geld als ein Mittel, zu mehr Geld zu kommen.

Was die Welt braucht, ist nicht ein Dogma, sondern eine Bejahung der wissenschaftlichen Forschung zusammen mit dem Glauben, daß die Qualen von Millionen nicht wünschenswert sind, ob sie nun von Stalin oder einer Gottheit, die sich der Gläubige als sein Ebenbild vorstellt, verhängt werden.

Was das Glück betrifft, so haben weder Erfahrung noch Beobachtung in mir den Eindruck erweckt, daß Gläubige im Durchschnitt glücklicher oder unglücklicher seien als Glaubenslose.

Bei uns sind diejenigen, die als moralische Leuchten gelten, Menschen, die selber auf gewöhnliche Freuden verzichten und um sich schadlos zu verhalten, anderen die Freude verderben.

So kann also die Mathematik definiert werden als diejenige Wissenschaft, in der wir niemals das kennen, worüber wir sprechen, und niemals wissen, ob das, was wir sagen, wahr ist.

Die Wissenschaftler bemühen sich, das Unmögliche möglich zu machen. Die Politiker bemühen sich oft, das Mögliche unmöglich zu machen.

Die Welt, in der wir leben, läßt sich als das Ergebnis von Wirrwarr und Zufall verstehen; wenn sie jedoch das Ergebnis einer Absicht ist, muß es die Absicht eines Teufels gewesen sein. Ich halte den Zufall für eine weniger peinliche und zugleich plausiblere Erklärung.

Wenn alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten.

Wir stehen vor der paradoxen Tatsache, daß die Erziehung zu einem der wesentlichen Hindernisse für Intelligenz und Freiheit des Denkens geworden sind.

Ein Prozeß, der von der Amöbe zum Menschen geführt hat, schien den Philosophen augenscheinlichen Fortschritt zu bedeuten - aber ob die Amöbe dieser Auffassung zustimmen würde, ist nicht bekannt.

Das Endergebnis ist: Wir wissen erstaunlich weni, und doch ist es erstaunlich, daß wir überhaupt so viel wissen, und noch erstaunlicher, daß so wenig Wissen uns so viel Macht geben kann.

Die meisten und schlimmsten Übel, die der Mensch dem Menschen zugefügt hat, entsprangen dem felsenfesten Glauben an die Richtigkeit falscher Überzeugungen.

Schulen lehren Patriotismus, Zeitungen produzieren aufregende Sensationen, Politiker kämpfen für ihre Wiederwahl. Darum können alle drei für die Rettung der menschlichen Rasse nichts tun.

Wir leiden an unverdautem Wissenschaftsbrei.

Manche Menschen würden eher sterben als nachdenken.

Einzelne, die den überlieferten Anschauungen entgegentraten, sind die Quelle aller moralischen und geistigen Fortschritte gewesen.

Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben.


Carl Sagan

Wir bewältigen unseren Alltag fast ohne das geringste Verständnis der Welt.


Françoise Sagan
französische Schriftstellerin (geb. 1935)

Aus einem tiefen Weltschmerz reißt uns zuweilen sehr wohltätig ein kleines Alltagsärgernis.

Wenn ein Mann sich für unwiderstehlich hält, liegt es oft daran, daß er nur dort verkehrt, wo kein Widerstand zu erwarten ist.

Leute, die auf Rosen gebettet sind, verraten sich dadurch, daß sie immerzu über die Dornen jammern.

Keine Frau trägt gerne ein Kleid, das eine andere abgelegt hat. Mit Männern ist sie nicht so wählerisch.

Für das Wohlbefinden einer Frau sind bewundernde Männerblicke wichtiger als Kalorien und Medikamente

Das Glück ist eine Gnade, unerbittlich und mit unabsehbaren Folgen.

Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war.

Glück dauert niemals lange, und Unglück ist mit Geld leichter zu ertragen als ohne.

Es gibt ein Alter, in dem eine Frau schön sein muß, um geliebt zu werden. Und dann kommt das Alter, in dem eine Frau geliebt werden muß, um geliebt zu werden.

Wer ohne Grund traurig ist, hat Grund, traurig zu sein.


Antoine de Saint-Exupéry
französischer Schriftsteller (1900 - 1944)

Die Sprache ist ein unvollkommenes Werkzeug. Die Probleme des Lebens sprengen alle Formulierungen.

Man kann die Welt nur nach dem verstehen, was man erlebt.

Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt, zu leben.

Wenn es Dir gelingt, über Dich selbst Gericht zu sitzen, dann bist Du ein wirklicher Weiser.

Der Mensch der nicht geachtet ist, bringt um.

Es gibt nur eine wahrhafte Freude, den Umgang mit Menschen.

Der niedrige Mensch hat die Verachtung erfunden, da seine Wahrheit die anderen ausschließt.

Der Krieg ist kein Abenteuer. Der Krieg ist eine Krankheit. Wie der Typhus. (Flug nach Arras)

Man muß lange leben, um ein Mensch zu werden.

Um klarzusehen genügt ein Wechsel der Blickrichtung.

Dein Freund ist da, dich willkommen zu heißen.

Mein Freund, ich brauche dich - wie eine Höhe, in der man anders atmet.

Die Intelligenz verdirbt den Sinn für das Wesentliche.


Yves Saint-Laurent
französischer Modeschöpfer (geb. 1936)

Eine Dame trägt keine Kleider. Sie erlaubt den Kleidern, von ihr getragen zu werden.

Die Frauen, die jede Modeschöpfung unbedingt zuerst tragen wollen, sind meist jene, die es bleiben lassen sollten.


Sallust
römischer Historiker (86 - 35 v. Chr.)

Dasselbe wollen und dasselbe nicht wollen, das ist feste Freundschaft.

Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten.


George Sand
französische Schriftstellerin (1804 - 1876)

Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kunden nur raten, Efeu zu pflanzen.


George de Santayana
spanischer Philosoph (1863 - 1952)

Das Gedächtnis der Menschen ist das Vermögen, den Bedürfnissen der Gegenwart entsprechend die Vergangenheit unzudeuten.

Die höchste Form der Eitelkeit ist die Ruhmesliebe.

Gesellschaft ist wie die Luft: notwendig zum Atmen, aber nicht ausreichend, um davon zu leben.

Ein junger Mensch, der niemals weint, ist ein Ungeheuer. Ein alter Mensch, der niemals lacht, ist ein Narr.


Jean Paul Sartre
französischer Schriftsteller und Philosoph (1905 - 1980)

Der Weise sagt niemals, was er tut - aber er tut niemals etwas, was er nicht sagen könnte.

Eine Partei kann immer nur ein Mittel sein. Und immer gibt es nur einen einzigen Zweck: die Macht.

Wer die Dummköpfe gegen sich hat verdient Vertrauen.

Der Eigensinn ist die Energie der Dummen.

Wenn man nichts tut, glaubt man, daß man für alles die Verantwortung trägt.

Wenn zwei Philosophen zusammentreffen, ist es am vernünftigsten, wenn sie zueinander bloß 'Guten Morgen' sagen.

Wenn jemand eine Theorie akzeptiert, führt er erbitterte Nachhutgefechte gegen die Tatsachen.

Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.

Viele junge Leute ereifern sich über Anschauungen, die sie in 20 Jahren haben werden.

Der Mensch ist nichts anderes, als was er selbst aus sich macht.

Die Jugend hat Heimweh nach der Zukunft.

Die Hölle, das sind die anderen

Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht.

Die Minderheiten sind die Mehrheiten der nächsten Generation.


Ferdinand Sauerbruch
deutscher Chirurg (1875 - 1951)

Der beste Schutz gegen die Managerkrankheit ist eine gute Sekretärin.


Dorothy L. Sayers
englische Kriminalschriftstellerin (1893 - 1957)

Eine fortschrittliche Frau fortgeschrittenen Alters kann keine Macht der Welt im Zaum halten.


Walter Scheel
deutscher Politiker (geb. 1919)

Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.

Ich habe zum Begriff Herrschaft in der Demokratie ein völlig ungebrochenes Verhältnis, weil es eine Herrschaft auf Zeit ist.


Otto Schenk
österreichischer Schauspieler und Regisseur (geb. 1930)

Eine Diskussion mit dem Regisseur beginnen Schauspieler immer dann, wenn sie den Text nicht kennen.


Michael Schiff
deutscher Publizist (geb. 1925)

Reisen bildet - vor allem Staus auf Autobahnen.


Friedrich Schiller
deutscher Dichter (1759 - 1805)

Keine Kriege werden zugleich so ehrlos und unmenschlich geführt als die, welche Religionsfanatismus und Parteihaß im Inneren eines Staates entzünden.

Einfachheit ist das Resultat der Reife.

Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.

Wohl dem, der gelernt hat, zu ertragen, was er nicht ändern kann, und preiszugeben mit Würde, was er nicht retten kann.

Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.

Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. (Wilhelm Tell)

Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte. (Die Bürgschaft)

Was wir als Schönheit hier empfunden, wird bald als Wahrheit uns entgegengehn. (Die Künstler)

Des Menschen Wille, das ist sein Glück. (Wallensteins Lager)

Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren. (Maria Stuart)

Und die Sonne Homers, siehe! Sie lächelt auch uns. (Der Spaziergang)

Adel ist auch in der sittlichen Welt. Gemeine Naturen zahlen mit dem, was sie tun, edle mit dem, was sie sind.

Bin ich meinem Amte in der Tat nicht gewachsen, so ist der Chef zu tadeln, der es mir anvertraut.

Was Hände bauen, können Hände stürzen.

Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten. (Wilhelm Tell)

Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.

Wer in Unglück fällt, verliert sich leicht aus der Erinnerung der Menschen.

Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort.


Friedrich Schlegel
deutscher Dichter (1772 - 1829)

Tugend ist zur Energie gewordene Vernunft.

Mysterien sind weiblich; sie verhüllen sich gern, aber sie wollen doch gesehen und erraten sein.


Helmut Schmidt
deutscher Politiker (geb. 1918)

Nur im Auto kann ein Mensch der total organisierten Gesellschaft noch eigene Entschlüsse fassen und sein eigener Herr sein.

Wer Kritik übelnimmt, hat etwas zu verbergen.

Die Toleranz ist nicht grenzenlos. Sie findet ihre Grenze, vielleicht ihre einzige Grenze, in der etwaigen Intoleranz des anderen.


Lothar Schmidt
deutscher Volkswirtschaftler und Jurist (geb. 1922)

Esprit ist Intelligenz im Frack.

Korruption ist die tägliche Gesetzesänderung.

Das Los der Parteien wird von den Parteilosen bestimmt.

Wohlstand ist der Überfluß des Notwendigen.

Der Mensch hat viele Bedürfnisse. Das Geltungsbedürfnis steht obenan.

Opportunisten sind Prinzipienreiter, die leicht umsatteln.

Das Mißverständnis ist die diplomatische Form der Ausrede.

Am leichtesten trifft man Leute, denen man aus dem Weg gehen will.

Große Ereignisse werfen ihre Dementis voraus.

Die Geschichte wiederholt sich, wenn auch nicht so oft wie das Fernsehen.

Ideen sind wie Kinder: Die eigenen liebt man am meisten.

Jeder hat Grund, den Beginn des neuen Jahres zu feiern. Er hat ja das alte überlebt.

Karikaturen sind gezeichnete Leitartikel.

Das Auto ist jene technische Erfindung, welche die Anforderungen an die Reaktionsgeschwindigkeit der Fußgänger beträchtlich gesteigert hat.

Wenn uns die Mächtigen ihre Zuneigung bekunden, dann ist Wahlzeit.

Die höchsten Kilometerkosten von allen Wagentypen hat immer noch ein Einkaufswagen im Supermarkt.

Eitelkeit ist die Seele der Diskussion.

Entrüstung ist oft nur eine Maske des Neiders.

Aphorismen sind geistige Vitaminpillen: Einnahme beliebig, keine schädlichen Nebenwirkungen.

Die größte Kunst des Politikers besteht darin, seine Anhänger zufriedenzustellen, ohne ihnen zu geben, was sie wollen.

Charme ist Charakter, der sich von seiner schönsten Seite zeigt.

Kurzzitate erfreuen das Langzeitgedächtnis.

Eine Regierung, die nichts wert ist, kostet am meisten.

Subventionen sind politische Beschwichtigungsmittel.

Im Hinblick auf seine eigenen Ansichten ist jedermann konservativ.

Menschen zählen zu den Herdentieren: Leithammel, gefolgt von Neidhammeln.

Es ist nicht alles Gewinn, was man zu gewonnen haben glaubt.

Bildungshunger und Wissensdurst sind keine Dickmacher.

Wahlanalysen sind der Versuch, Leichen in fremde Keller zu legen.

Wer zum Risiko bereit ist, geht oft sehr weit, um nicht zu kurz zu kommen.


Werner Schneyder
österreichischer Kabarettist (geb. 1937)

Wir machen immer einen Fehler: Wir investieren Gefühle, statt sie zu verschenken.

Einsamkeit ist Belästigung durch sich selbst.

Wenn Karrieren schwindelnde Höhen erreichen, ist der Schwindel häufig nicht mehr nachzuweisen.

Die Zeiten der Wettkämpfer sind die einzigen, die immer besser geworden sind.

Das Ungesunde an der Selbstbefriedigung ist, daß es sie nicht gibt.

Ein Kind zu erziehen ist leicht. Schwer ist nur, das Ergebnis zu lieben.

Freundschaft ist, wenn dich einer für gutes Schwimmen lobt, nachdem du beim Segeln gekentert bist.


Arthur Schnitzler
österreichischer Schriftsteller (1862 - 1931)

Daß du ihn völlig durchschautest, das hat dir noch keiner verziehen, er mag noch so gut dabei weggekommen sein.

Toleranz heißt: die Fehler der anderen entschuldigen. Takt heißt: sie nicht bemerken.

Bereit sein ist viel, warten können ist mehr, doch erst: den rechten Augenblick nützen können ist alles.

Wer Humor hat, der hat beinahe schon Genie. Wer nur Witz hat, der hat meistens nicht einmal den.

Stärke des Charakters ist oft nichts anderes als eine Schwäche des Gefühls.

Auch das Chaos gruppiert sich um einen festen Punkt, sonst wäre es nicht einmal als Chaos da.

Es ist keine Höflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen.

Die Kennworte des Wieners: Wie komm denn i dazu? Es zahlt sich ja net aus! Tun S' Ihnen nix an!

Vernünftige Leute, die den Standpunkt ihrer Partei bis in die letzten Konsequenzen zu vertreten versuchen, erwecken immer den Eindruck, als seinen sie konfus oder unehrlich geworden.

Was unsere Seele am schnellsten und schlimmsten abnützt, das ist: Verzeihen ohne zu vergessen.

Hüte dich vor Bescheidenen; du ahnst nicht, mit welch gerührtem Stolz sie ihre Schwächen hegen.


Arthur Schopenhauer
deutscher Philosoph (1788 - 1860)

Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.

Der Heiterkeit sollen wir, wann immer sie sich einstellt, Tür und Tor öffnen, denn sie kommt nie zur unrechten Zeit.

Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, daß man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, daß man es ihm gibt.

Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es.

Vergeben und vergessen heißt kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen.

Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr.

Das Publikum ist so einfältig, lieber das Neue als das Gute zu lesen.

Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind.

Ganz ehrlich meint ein jeder es am Ende doch nur mit sich selbst und höchstens noch mit seinem Kinde.

Man muß denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten.

Was die Leute gemeiniglich als Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.

Auch das Zufälligste ist nur ein auf entfernterem Wege herangekommenes Notwendiges.

Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn.

Der schlimmste Mißbrauch ist der Mißbrauch des Besten.

Die ersten vierzig Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden dreißig den Kommentar dazu.

All unser Übel kommt daher, daß wir nicht allein sein können.

Je mehr der Mensch des ganzen Ernstes fähig ist, desto herzlicher kann er lachen.

Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.

Ein geistreicher Mensch hat, in gänzlicher Einsamkeit an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung.

Daß die niedrigste aller Tätigkeiten die arithmetische ist, wird dadurch belegt, daß sie die einzige ist, die auch durch eine Maschine ausgeführt werden kann. Nun läuft aber alle analysis finitorum et infinitorum im Grunde doch auf Rechnerei zurück. Danach bemesse man den 'mathematischen Tiefsinn'.

Für die Eitelkeit ist selbst die Pfütze ein wohlgefälliger Spiegel.

Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur Daumenschrauben anzulegen; man muß auch verstehen können, wenn sie aussagt.

Aller Eigensinn beruht darauf, daß der Wille sich an die Stelle der Erkenntnis gedrängt hat.

Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.

Beklagte man ehemals die Schuld der Welt, so sieht man jetzt mit Grausen auf die Schulden der Welt.

Jeden Abend sind wir um einen Tag ärmer.

Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.

Einsamkeit ist das Los aller hervorragenden Geister.

Ethik kann so wenig zur Tugend verhelfen, als eine vollständigt Ästhetik lehren kann, Kunstwerke hervorzubringen.

Die Geschichte ist eine Fortsetzung der Zoologie.

Höflichkeit ist Klugheit, folglich ist Unhöflichkeit Dummheit.

Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewißheit.

Jedes überflüssige Wort wirkt seinem Zweck gerade entgegen.


Rupert Schützbach
deutscher Aphoristiker (geb. 1933)

Immer und überall seinen guten Willen zu bekunden ist ein Zeichen von Willensschwäche.

So ehrlich kann ein Mensch gar nicht sein, daß er sich nicht selbst belügt.

Wer sich keine Illusionen macht, kann es sich leisten, welche zu besitzen.

Auf der untersten Sprosse der Erfolgsleiter ist die Unfallgefahr am geringsten.

Aus Überzeugung schweigen ist die freiwillige Art, auf den Mund gefallen zu sein.

Kein Kleidungsstück ist so stark modischen Einflüßen unterworfen wie ein Deckmantel.

Die Menschen sind durchaus lernfähig, besonders was das Vergessen angeht.


Alice Schwarzer
deutsche Journalistin und Feministin (geb. 1942)

Frauen begnügen sich nicht mehr mit der Hälfte des Himmels, sie wollen die Hälfte der Welt.

Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen.

Die Schuhfabrikanten machen Frauenschuhe zum Stehenbleiben. Dabei brauchen wir eher Schuhe zum Davonlaufen.


Albert Schweitzer
deutscher Arzt und evang. Theologe (1875 - 1965)

Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer acht läßt.

Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.

Jahre runzeln die Haut, aber den Enthusiasmus aufgeben runzelt die Seele.

Das Verhängnis unserer Kultur ist, daß sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.

Menche Menschen gleichen einem eingerollten Igel, der sich mit den eigenen Stacheln peinigt.

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.

Wer sich vornimmt, Gutes zu wirken, darf nicht erwarten, daß die Menschen ihm deswegen Steine aus dem Weg räumen, sondern muß auf das Schicksalhafte gefaßt sein, daß sie ihm welche draufrollen.

Keine Zukunft vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versäumst.

Niemand wird alt, weil er eine bestimmte Anzahl von Jahren gelebt hat. Menschen werden alt, wenn sie ihre Ideale verraten.

Die Liebe stirbt meist an den kleinen Fehlern, die man am Anfang so entzückend findet.

Humanität besteht darin, daß niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.

Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.

Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegenüber allem, was lebt.


Hans Schweizer
deutscher Schriftsteller und Journalist (geb. 1926)

Die Güte darf nur bis zu dem Punkt reichen, wo sie in Dummheit umschlägt.


Ronald Searle
britischer Karikaturist (geb. 1920)

Der wahre Humor ist schwarz mit einer schmalen weißen Borte.


Heinrich Wolfgang Seidel
deutscher Schriftsteller (1876 - 1945)

Die sublimierteste Form des Egoismus heißt Mutterliebe.


Peter Sellers
britischer Filmschauspieler (1925 - 1980)

Chirurgen sind die einzigen Menschen, die ohne fremden Blinddarm und ohne fremde Mandeln nicht leben können.

Ein Gentleman ist ein Mann, der eine Frau so lange beschützt, bis er mit ihr allein ist.

Wenn man die Inschriften auf den Friedhöfen liest, fragt man sich unwillkürlich, wo denn eigentlich die Schurken begraben liegen.

Zukunftsforschung ist die Kunst, sich zu kratzen, bevor es einen juckt.

Es wäre interessant zu erfahren, wie die ersten beiden Menschen erschaffen wurden. Aber es ist hübsch zu wissen, wie der dritte entstanden ist.


Lucius Annaeus Seneca
römischer Dichter und Philosoph (4 v. Chr - 65 n. Chr.)

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer

Es ist nicht wenig Zeit, die wir zur Verfügung haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.

Unzählige Menschen haben Völker und Städte beherrscht, aber ganz wenige nur sich selbst.

Wo die Natur nicht will, ist die Arbeit umsonst.

Die höchsten Güter der Menschheit sind menschlicher Willkür entzogen.

Keiner kennt die Härte eines Kiesels besser, als wer auf ihn einschlägt!

Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele.

Jede Rohheit hat ihren Ursprung in einer Schwäche.

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Meinung über die Dinge.

Niemand ist zufällig gut, die Tugend muß man lernen.

Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.

Ein wirksames Heilmittel gegen Angst ist Milde.

Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann nur noch lächeln über die kostbaren Fußböden der Reichen.

Manche weisen Männer haben den Zorn als eine vorübergehende Geistesstörung bezeichnet.

Wer will, der kann, wer nicht will, muß.

Je mehr wir in uns aufnehmen, um so größer wird unser geistiges Fassungsvermögen.

Der Mut wächst mit jedem Blick auf die Größe des Unternehmens.

Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, daß wir so offenbare Dinge nicht gewußt haben.

Wie in einem Theaterstück kommt es im Leben nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern wie gut es gespielt wird.

Niemand gibt zu Gelächter Anlaß, der über sich selber lacht.

Von der Zukunft hängt ab, wer nicht versteht, in der Gegenwart zu wirken.


Johann Gottfried Seume
deutscher Schriftsteller (1763 - 1810)

Privilegien aller Art sind das Grab der Freiheit und Gerechtigkeit.

Ein Glück für die Despoten, daß die eine Hälfte der Menschen nicht denkt und die andere nicht fühlt.


William Shakespeare
englischer Dramatiker (1564 - 1616)

An sich ist nichts weder gut noch böse. Erst das Denken mach es dazu.

Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen.

Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.

Jedes Ding wird mit mehr Genuß erjagt als genossen.

Der bessere Teil der Tapferkeit ist Vorsicht.

Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage. (Hamlet)

Wahrhaft groß sein heißt, nicht ohne Grund sich regen.

Stets wird der Argwohn voller Augen stecken.

Die beste Wärterin der Natur ist Ruhe.


George Bernard Shaw
irischer Schriftsteller und Bühnenautor (1856 - 1950)

Glück ein Leben lang! Niemand könnte es ertragen: Es wäre die Hölle auf Erden.

Warum bekommt der Mensch die Jugend in einem Alter, in dem er nichts davon hat?

Um die Wahrheit zu erfahren, muß man den Menschen widersprechen.

Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.

Geld ist nichts. Aber viel Geld, das ist etwas anderes.

Wer den Mund hält, weil er unrecht hat, ist ein Weiser. Wer den Mund hält, obwohl er recht hat, ist verheiratet oder Peifenraucher.

Gedanken springen wie Flöhe von einem zum anderen, aber sie beissen nicht jeden.

Liebe ist die einzige Sklaverei, die als Vergnügen empfunden wird.

Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien.

Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit; das ist der Grund, warum die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.

Der Historiker ist ein Reporter, der überall dort nicht dabei war, wo etwas passiert ist.

Es ist nicht schwer, Menschen zu finden, die mit 60 zehnmal so reich sind, als sie es mit 20 waren. Aber nicht einer von ihnen behauptet, er sei zehnmal so glücklich.

Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater.

Für einen Politiker ist es gefährlich, die Wahrheit zu sagen. Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen.

Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch.

Die besten Reformer die die Welt je gesehen hat, sind jene, die bei sich selbst anfangen.

Glück ist ein Stuhl, der plötzlich dasteht, wenn man sich zwischen zwei andere setzen will.

Zu großes Ansehen ist für die geistige Gesundheit nicht gut.

Bildung zeigt sich bei Mann und Weib darin, wie sie sich streiten.

Frauen sind wie Übersetzungen: Die schönen sind nicht treu, und die treuen sind nicht schön.

Die Liebe zur Ehrlichkeit ist die Tugend des Zuschauers, nicht der handelnden Personen.

Wir haben nicht mehr Recht, Glück zu empfangen, ohne es zu schaffen, als Reichtum zu genießen, ohne ihn zu produzieren.

Kritiker sind blutrünstige Leute, die es nicht bis zum Henker gebracht haben.

Patriotismus ist die Überzeugung, daß unser Vaterland allen anderen Ländern überlegen ist, weil wir darin geboren wurden.

Inmitten eines beschränkten Volkes wird ein Genie zu einem Gott: Jedermann betet es an, und niemand tut, was es will.

Menschen, die sich überall zu Hause fühlen, wenn sie verreisen, verdienen auch sonst nicht viel Vertrauen.

Es ist eine leichte Sache, hungernde Menschen zu bekehren, wenn man ihnen entgegenkommt mit der Bibel in der einen und einem Stück Brot in der anderen Hand.

Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.

Zigaretten sind wie Frauen. Am Anfang ziehen sie gut aber zum Schluß sammelt sich leider auch bei der Zigarette das ganze Gift im Mundstück.

Es stimmt, daß Geld nicht glücklich macht. Allerdings meint man damit das Geld der anderen.

Wer Zahnweh hat hält jeden, dessen Zähne gesund sind, für glücklich. Der an Armut Leidende begeht denselben Irrtum den Reichen gegenüber.

Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, daß man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.

Wenn ein Mensch einen Tiger tötet, spricht man von Sport. Wenn ein Tiger einen Menschen tötet, ist das Grausamkeit.

Darin besteht ja die Teufelei weiblicher Reize, daß sie einen zwingen, sein eigenes Verderben herbeizusehnen.

Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, daß ein Mensch viele gute Taten tun muß, um zu beweisen, daß er tüchtig ist, aber nur einen Fehler zu begehen braucht, um zu beweisen, daß er nichts taugt.

Wenn du damit beginnst, dich denen aufzuopfern, die du liebst, wirst du damit enden, die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast.

Du kannst nicht Schlittschuhlaufen lernen, ohne dich lächerlich zu machen. Auch das Eis des Lebens ist glatt.

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.

Der vernünftige Mensch paßt sich der Welt an; der unvernünftige besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen. Deshalb hängt aller Fortschritt vom unvernünftigen Menschen ab.

Heirate unter keinen Umständen des Geldes wegen. Es ist immer möglich, irgendwo anders ein Darlehen zu bedeutend niedrigerem Zinsfuß zu erhalten.

Liebe auf den ersten Blick ist ungefähr so zuverlässig wie Diagnose auf den ersten Händedruck

Die Moden sind eigentlich nur eingeführte Epidemien.

Haß ist die Rache des Feiglings dafür, daß er eingeschüchtert wurde.

Die Tugend besteht nicht im Verzicht auf Laster, sondern darin, daß man es nicht begehrt.


Friedrich Sieburg
deutscher Erzähler und Essayist (1893 - 1964)

Obwohl es keine Oberschicht mehr gibt, wollen immer mehr Leute ihr angehören.

Je jünger ein Land, um so mehr bemüht es sich darum, eine Geschichte zu haben.

Wie leicht wäre die Welt zu regieren, wenn sie nicht aus Menschen bestünde.

Prominenz ist eine Eigenschaft, die nicht durch Auslese, sondern durch Beifall zustande kommt.

Solange der Mensch spielt, ist er frei.

Der Bezug einer Zeitung oder der Kauf eines Buches gibt niemandem das Recht, an die Verfasser von Artikeln oder Büchern dreiste Briefe zu schreiben.

Wir arbeiten um der Arbeit willen, weil uns das Talent zum Glück fehlt.

Der heutige Mensch ist um ein Merkmal seines Erfolges bemüht. Wenn er keine Furcht vor der Steuer hätte, würde er sich die Zahl seines Umsatzes auf die Autoscheibe kleben.


Ignazio Silone
italienischer Schriftsteller (1900 - 1978)

Schicksal ist eine Erfindung der Feigen und Resignierten.

Der Ruhm vieler Propheten beruht auf dem schlechten Gedächtnis ihrer Zuhörer.

Der Bürger des Wohlfahrtsstaates sehnt sich, wenn er satt ist, nicht nach der Moral, sondern nach der Siesta.

Miteinander zu sprechen ist besser als gegeneinander zu schweigen.

Viele Politiker, die in der Opposition geschmeidige Düsenjäger waren, werden an der Macht bedächtige Segelflieger.

Die Politik ist eine Bühne, auf der die Souffleure manchmal lauter sprechen als die Darsteller.

Mit Terror kann man niemanden zum Schweigen bringen; man kann ihn höchstens zwingen, leiser zu reden.


Georges Simenon
belgischer Schriftsteller (1902 - 1989)

Wer vor fünfzig Jahren lebte, hatte zwar auch Probleme, aber er wußte zugleich auch die richtige Antwort.

Jeder Mensch hat das Recht auf schlechte Laune. Man sollte das in die Verfassung aufnehmen.


Frank Sinatra
amerikanischer Sänger und Schauspieler (geb. 1915)

Wenn sich ein Laster genügend verbreitet hat, wird eine Tugend daraus.


Samuel Smiles
schottischer Schriftsteller (1812 - 1904)

Jeder ist der Sohn der eigenen Arbeit.


Adam Smith
britischer Volkswirtschaftler (1723 - 1790)

Keine Gesellschaft kann gedeihen und glücklich sein, in der der weitaus größte Teil ihrer Mitglieder arm und elend ist. (Natur und Ursachen von Nationalreichtümern)


Sokrates
griechischer Philosoph (470 - 399 v. Chr.)

Je weniger einer braucht, desto mehr nähert er sich den Göttern, die gar nichts brauchen.

Bedenke, daß die menschlichen Verhältnisse insgesamt unbeständig sind, dann wirst Du im Glück nicht zu fröhlich und im Unglück nicht zu traurig sein.

Denn das Wort ist wahr, daß ein Extrem regelmäßig das entgegengesetzte Extrem auslöst. Das gilt so beim Wetter, in unseren Körpern und erst recht bei den Staaten.

Nur der ist weise, der weiß, daß er es nicht ist.

Vier Eigenschaften gehören zu einem Richter: höflich anzuhören, weise zu antworten, vernünftig zu erwägen und unparteiisch zu entscheiden.

Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen, die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen.

Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer.


Paul-Henri Spaak
belgischer Politiker (1899 - 1972)

Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals unter ihr. Die schmerzhaft leiden, sind die anderen.


Oswald Spengler
deutscher Philosoph (1880 - 1936)

Was Schicksal ist, läßt sich nicht definieren, nur sehend erleben.

Friede - die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.


Baruch de Spinoza
niederländischer Philosoph (1632 - 1677)

Jeder hat so viel Recht, wie er Gewalt hat.

Sicherlich würde das menschliche Leben weit glücklicher verlaufen, wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermöchte. Aber die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, daß der Mensch nichts so schwer beherrscht wie seine Zunge.

Jede Erscheinung beweist ihre Notwendigkeit durch ihr Dasein.


Joseph Stalin
sowjet-russischer Politiker (1879 - 1953)

In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müßte.


John Steinbeck
amerikanischer Schriftsteller (1902 - 1968)

Die Managerkrankheit ist eine Epidemie, die durch den Uhrzeiger hervorgerufen und durch den Terminkalender übertragen wird.

Man verliert die meiste Zeit damit, daß man Zeit gewinnen will.

Früher schauten die Schriftsteller durch das Fenster in den Salon, jetzt schauen sie durch das Schlüsselloch in das Schlafzimmer

Früher war der Mensch Herr seines Wissens. Heute ist das Wissen sein Gebieter.

Die größte und dauerhafteste Revolution, die wir kennen, fand statt, als der Mensch seine Seele entdeckte und lernte, daß jede Seele für sich allein einen individuellen Wert hat.

Vielleicht verdirbt Geld tatsächlich den Charakter. Auf keinen Fall aber macht ein Mangel an Geld ihn besser.

Ein Diplomat ist ein Gentleman, der zweimal überlegt, bevor er nichts sagt.

Eine selbstbewußte Gesellschaft kann viele Narren ertragen.

Wenn einem Autor der Atem ausgeht, werden die Sätze nicht kürzer, sondern länger.

Es ist merkwürdig, wie fern ein Unglück ist, wenn es uns nicht selbst betrifft.


Rudolf Steiner
österreichischer Anthroposoph (1861 - 1925)

Auch der Weiseste kann unermesslich viel von Kindern lernen.

Das Leben ist eine Schule. Wohl dem, der die Prüfung besteht.


Henri Stendhal
französischer Schriftsteller (1783 - 1842)

Wer die Frauen im Allgemeinen liebt, sollta aufpassen, nicht einer speziell zu verfallen.

Das wahre Vaterland ist das Land, wo man die meisten Menschen trifft, die einem gleichen.

Der Verliebte hat keine Zeit, geistreich zu sein.

Alles kann man sich in der Einsamkeit aneignen, außer Charakter.


Laurence Sterne
englischer Schriftsteller (1713 - 1768)

Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung.


Wallace Stevens

Das Leben besteht aus Mutmaßungen über das Leben.


Adlai Ewing Stevenson
britisch-amerikanischer Politiker (1900 -1965)

Es ist einfacher, für ein Prinzip zu kämpfen, als ihm gerecht zu werden.

Eine Revolution muß man am Anfang, nicht am Ende abbremsen.

Der Mensch lebt nicht von Wörtern allein, ungeachtet der Tatsache, daß er sie manchmal schlucken muß.


Robert Louis Stevenson
britischer Schriftsteller (1850 - 1894)

Einen glücklichen Menschen zu finden ist besser als eine Fünfpfundnote. Er ist der Inbegriff strahlender Freundlichkeit, und wenn er den Raum betritt, so scheint es, als wäre eine Kerze angezündet worden.

Kein Vergnügen ist so leicht zu haben wie eine nette Konversation. Sie kostet kein Geld, bringt Gewinn, erweitert den Horizont, begründet und pflegt Freundschaften und läßt sich in jedem Alter und so gut wie jeder gesundheitlichen Verfassung genießen.

Die Bestimmung unseres Lebens ist nicht der Erfolg, sondern heroisches Versagen.


Rod Stewart
britischer Rockmusiker (geb.1945)

Frauen haben einen großen Nachteil. Sie halten sich alle für Schauspielerinnen und zeigen nie ihr wahres Gesicht.


Adalbert Stifter
österreichischer Schriftsteller (1805 - 1868)

Es gibt Dinge, die jeder leicht haben kann, nur bücken muß er sich danach.

Der Schmerz ist ein heiliger Engel, und durch ihn sind die Menschen größer geworden als durch alle Freuden dieser Welt.

Was je Gutes oder Böses über die Menschen gekommen ist, haben Menschen gemacht.


Robert Stolz
österreichischer Komponist (1880 - 1975)

Es bleibt einem im Leben nur das, was man verschenkt hat.


Calvin Ellis Stowe

Gesunder Menschenverstand ist das Talent, die Dinge zu sehen, wie sie sind, und Dinge zu tun, wie sie getan werden sollten.


Bernd Stoy
deutscher Essayist (geb. 1935)

Einer Zeit der grenzenlosen Entdeckungen folgt vielleicht eine Zeit der Entdeckung der Grenzen.


Johann Strauß

Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist. (Die Fledermaus)


Igor Strawinsky
russischer Komponist (1882 - 1971)

Moderne Musik ist Instrumentenstimmen nach Noten.

Die Troubadoure von heute benützen keine Mandolinen mehr, sondern Autohupen.


Barbra Streisand
amerkanische Schauspielerin und Sängerin (geb. 1942)

Heutzutage gilt ein Mann schon als Gentleman, wenn er die Zigarette aus dem Mund nimmt, bevor er eine Frau küßt.


Gaius Suetonius
römischer Schriftsteller

Der Fuchs wechselt den Balg, nicht den Charakter.


Bertha von Suttner
österreichische Pazifistin (1843 - 1914)

Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.


Jonathan Swift
anglo-irischer Schriftsteller (1667 - 1745)

Die meisten Menschen sind wie Stecknadeln: Nicht der Kopf ist das Wichtigste an ihnen.

Taucht ein Genie auf, verbrüdern sich die Dummköpfe.

Engstirnige Menschen sind wie Flaschen mit einem engen Hals; je weniger darin ist, desto mehr Geräusch entsteht beim Ausschütten.

Was Männer und Frauen im Himmel tun, wissen wir nicht. Sicher ist nur, daß sie nicht heiraten.


Publius Cornelius Tacitus
römischer Geschichtsschreiber

Je korrupter der Staat ist, desto mehr Gesetze braucht er.


Charles Maurice de Talleyrand
französischer Staatsmann (1754 - 1838)

Wer lange genug gelebt hat,hat alles gesehen und auch das Gegenteil von allem.

Wenn man die Redlichkeit eines Politikers allzu laut betont, zweifelt man an seinen Fähigkeiten.

Wer eine Wahrheit verbergen will, braucht sie nur offen auszusprechen - sie wird einem ja doch nicht geglaubt.

Deserteure müßte man gleichzeitig wegen Feigheit erschießen und wegen Klugheit auszeichnen.

Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht.


Jaques Tati
französischer Schauspieler und Regisseur (1908 - 1982)

Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist oft zu klein für wichtige Arbeiten.

Das Militär ist eine Pflanze, die man sorgfältig pflegen muß, damit sie keine Früchte trägt

Man soll an der Natur nicht verzweifeln: Vielleicht entwickelt sie aus dem Känguruh noch den Fußgänger des einundzwanzigsten Jahrhunderts.

Heutzutage schämt man sich beinahe, daß man sich immer noch für Dinge schämt, für die man sich auch früher geschämt hat.

Eine Kleinstadt ist eine Stadt, in der die wichtigsten Lokalnachrichten nicht gedruckt, sondern gesprochen werden.

Der größte Aberglaube der Gegenwart ist der Glaube an die Vorfahrt.

Mit der Liebelei ist es wie mit der Elektrizität: erst Starkstrom, dann Schwachstrom, zuletzt Wechselstrom.

Antiquitäten sind der Kitsch von vorgestern zu den Preisen von heute.

Alle Wirtschaftsprobleme wären zu lösen, wenn man die Selbstgefälligkeit steuerpflichtig machte.

Ich bin von den Kritikern oft zerrissen worden, aber das Publikum hat mich immer wieder zusammengeflickt.


Edward Teller
amerikanischer Atomphysiker (geb. 1908)

Der Wissenschaftler ist verantwortlich für die Erklärung seines Wissens, nicht aber dafür, wie dieses Wissen angewendet wird.

Die Schwierigkeit liegt darin, daß wir als Menschen nicht nur Probleme lösen, sondern auch Probleme schaffen.

Ein Optimist ist ein Mensch, der glaubt, daß die Zukunft ungewiß ist.


Terenz
römischer Komödiendichter (185 - 159 v. Chr.)

Wer spricht, was er will, der hört, was er nicht will.


Mutter Teresa
indische Ordensschwester albanischer Herkunft (1910 - 1997)

Sich selbst geben ist besser als nur geben.

Man kann Gott nur auf eigene Kosten lieben.

Nur die Frau kann eine Familie schaffen. Aber eine Familie kann auch an ihr zerbrechen.

Jedes Kind ist kostbar. Jedes ist ein Geschöpf Gottes.

Ein fröhliches Herz entsteht normalerweise nur aus einem Herzen, das vor Liebe brennt.

Gott hat die Armut nicht erschaffen. Er erschuf nur uns.

Krieg ist das Ergebnis von Politik, und deswegen mische ich mich da nicht ein, das ist alles.

Für mich ist die größte Entfaltung menschlichen Lebens, in Frieden und Würde zu sterben, denn das ist die Ewigkeit.

Das einzige, was die Armut beseitigen kann, ist miteinander zu teilen.

Mein Bankier ist der liebe Gott.

Wenn ihr entmutigt seid, ist das ein Zeichen, daß ihr hochmütig seid; es zeigt, daß ihr zu viel Vertrauen in euch selbst habt.

Niemand hat ein Recht auf ein Übermaß an Wohlstand.


William Makepeace Thackeray
britischer Schriftsteller (1811 - 1863)

Mutter ist das Wort für Gott auf den Lippen und in den Herzen von kleinen Kindern.

Die Welt ist ein Spiegel, aus dem jedem sein eigenes Gesicht entgegenblickt.


Margaret Thatcher
britische Politikerin (geb. 1925)

Das Rückgrat ist bei manchen Politikern unterentwickelt - vielleicht weil es sowenig benutzt wird.

Es ist nicht Sache des Politikers, allen zu gefallen.

Geld fällt nicht vom Himmel. Man muß es sich hier auf Erden verdienen.

Wenn ich etwas in der Politik verabscheue, dann den Typ des Aals, der sich vor lauter Geschmeidigkeit am liebsten selbst in sein Hinterteil beißen würde.

Wenn Sie in der Politik etwas gesagt haben wollen, wenden Sie sich an einen Mann. Wenn Sie etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau.


Georg Thomalla
deutscher Schauspieler (geb. 1915)

Amors Streifschüsse nennt man Flirt.

Arbeit nennt man heute die Kur, bei der man sich von der Erholung erholt.

Wir haben ein etwas gestörtes Verhältnis zum unbeschwerten Lachen, weil man unsinnigerweise glaubt, wo gelacht wird, fehle das kulturelle Niveau.


Henry David Thoreau
amerikanischer Schriftsteller (1817 - 1862)

Die Behauptung, jemand sei ein Freund, besagt in der Regel nicht mehr, als daß er kein Feind ist.

Es genügt nicht, nur fleißig zu sein - das sind die Ameisen. Die Frage ist vielmehr: wofür sind wir fleißig?

Alle guten Dinge sind billig; alle schlechten sind teuer.


Peter Tille
deutscher Schriftsteller (geb. 1938)

Ohne das Salz der Niederlage sind Siege ungenießbar.


Leo Tolstoi
russischer Dichter (1828 - 1910)

Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber mit Menschen kann man nicht ohne Liebe umgehen.

Um einen Staat zu beurteilen, muß man seine Gefängnisse von innen ansehen.

Wie viel Mühe kostet die Niederschlagung und Verhütung von Aufständen: Geheimpolizei, andere Polizei, Spitzel, Gefängnisse, Verbannungen, Militär. Und wie leicht sind die Ursachen für Aufstände zu beseitigen!

Unterhaltung ist gut, wenn sie nicht unsittlich, sondern anständig ist, und wenn ihretwegen nicht andere leiden müssen.

Gute Taten, die andere in ihrer Bosheit bloßstellen, werden von diesen in ehrlichster Überzeugung als Bosheit aufgefaßt. (Tagebücher)


Friedrich Torberg
österreichischer Schriftsteller und Publizist (1908 - 1979)

Die Parzen weben anderswo. Du, Österreich, hast Grillen.

Auch Nichtraucher müssen sterben.


Toto
italienischer Komiker (1898 - 1967)

Die Meinungsforschung beruht auf der irrigen Voraussetzung, daß die Leute überhaupt eine Meinung haben.


Thaddäus Troll
deutscher Erzähler (1914 - 1980)

Der Faule lebt in Harmonie mit dem Bestehenden und verspürt keinen Drang, es zu ändern.


Anton Tschechow
russischer Dichter (1860 - 1904)

Wer die Einsamkeit fürchtet, sollte nicht heiraten.

Freundin eines Mannes kann eine Frau nur werden, wenn sie zuerst seine Bekannte, dann seine Geliebte war.


Olga Tschechowa
deutsche Schauspielerin (1897 - 1980)

Gut zurechtgemacht fürs Ausgehen ist eine Frau dann, wenn ihr Begleiter lieber mit ihr zu Hause bliebe.


Charles Tschopp
schweizer Aphoristiker (1899 - 1982)

Zufälle sind die Mittel des Schicksals, durch die es seine wichtigsten Pläne mit uns durchführt.

Der Sündenfall aller Parteien beginnt, wenn sie nur noch das Mögliche wollen.

Nicht um die Behauptung geht es in der Diskussion, sondern um die Selbstbehauptung.

Eine schlechte Sache erregt, eine gute verträgt viel Kritik.

Eine Partei ist die Gesamtheit jener, die sich einbilden, derselben Meinung zu sein.

Zwei Monologe, die sich gegenseitig immer und immer wieder störend unterbrechen, nennt man eine Diskussion.

Der verständige Zuhörer ist der Geburtshelfer meiner Gedanken.

Eine kühne Behauptung ist der Hecht im Karpfenteich unserer trägen Gedanken und Meinungen.

Wer sich ständig von der Vernunft leiten läßt, ist nicht vernünftig.

Die Reichen müßten sehr glücklich sein, wenn sie nur halb so glücklich wären, wie die Armen glauben.


Kurt Tucholsky
deutscher Schriftsteller (1890 - 1935)

Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muß sie allein machen.

Kluge Leute können sich dumm stellen. Das Gegenteil ist schwieriger.

Wenn ein Mensch ein Loch sieht, hat er das Bestreben, es auszufüllen. Dabei fällt er meistens hinein.

Es gibt Leute, die wollen lieber einen Stehplatz in der ersten Klasse als einen Sitzplatz in der dritten.

Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.

Volkswirtschaft ist der Zeitpunkt, an dem die Leute anfangen, darüber nachzudenken, warum sie so wenig Geld haben.

Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen

Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seinen gut.

Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören.

Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.

Es gibt vielerlei Lärm. Aber es gibt nur eine Stille.

Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.

Die Frauen haben es ja von Zeit zu Zeit auch nicht leicht. Wir Männer aber müssen uns rasieren.

Dick sein ist keine physiologische Eigenschaft - das ist eine Weltanschauung.

Alles ist richtig, auch das Gegenteil. Nur 'zwar - aber', das ist nie richtig.

Überschrift eines demokratischen Leitartikels: Jein! - !

Der geschickte Journalist hat eine Waffe: das Totschweigen - und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch.

Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden.

Das ärgerliche am Ärger ist, daß man sich schadet, ohne anderen zu nützen.

Deutschlands Schicksal: Vor dem Schalter zu stehen. Deutschlands Ideal: Hinter dem Schalter zu sitzen.

Wer in einem blühenden Frauenkörper das Skelett zu sehen vermag, ist ein Philosoph.

Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!

Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.

Der eigene Hund macht keinen Lärm - er bellt nur.

Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg.

Wie der kleine Moritz sich die Weltgeschichte vorstellt, so ist sie auch.

Wenn die Amerikanerin so lieben könnte, wie die Deutsche glaubt, daß die Französin es täte - dann würde sich die Engländerin schön freuen. Sie hätte einen herrlichen Anlaß, sich zu entrüsten.

Die Grausamkeit der meisten Menschen ist Phantasielosigkeit und ihre Brutalität Ignoranz.

Wer in der Öffentlichkeit Kegel schiebt, muß sich gefallen lassen, daß nachgezählt wird, wieviel er getroffen hat.

Man hebt einen Stand am besten dadurch, daß man sich eine gute Konkurrenz schafft.

Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist.


Sophie Tucker

Von der Geburt bis zum 18. Geburtstag braucht eine Frau gute Eltern, von 18 bis 35 gutes Aussehen, von 35 bis 55 Persönlichkeit und ab 55 Kohle.


Desmond Tutu
südafrikanischer Bischof und Friedensnobelpreisträger (geb. 1931)

Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten. Und wir schlossen die Augen. Als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt: Wir hatten die Bibel und sie das Land.


Mark Twain
amerikanischer Schriftsteller (1835 - 1910)

Was braucht man, um erfolgreich zu sein? Unwissenheit und Selbstvertrauen.

Was wären die Menschen ohne die Frauen? Rar, sehr rar.

Tapferkeit ist ein Anfall, der bei den meisten Menschen schnell vorübergeht.

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.

Ehe man anfängt, seine Feinde zu lieben, sollte man seine Freunde besser behandeln.

Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt.

Ein Dutzend verlogener Komplimente ist leichter zu ertragen als ein einziger aufrichtiger Tadel.

Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Grundunterschied zwischen Hund und Mensch.

Erziehung ist organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.

Wir lieben die Menschen, die frisch heraussagen, was sie denken - falls sie das gleiche denken wie wir.

Man vergißt vielleicht, wo man die Friedenspfeife vergraben hat. Aber man vergißt niemals, wo das Beil liegt.

Wissenschaft hat etwas Faszinierendes an sich. So eine geringfügige Investition an Fakten liefert so einen reichen Ertrag an Voraussagen.

Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist, als Freunde zu gewinnen: sie wieder loszuwerden.

Der Nachteil des Himmels besteht darin, daß man die gewohnte Gesellschaft vermissen wird.

Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit.

Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.

Zivilisation ist die unablässige Vermehrung unnötiger Notwendigkeiten.

Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein.

Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht.

Tatsachen muß man kennen, bevor man sie verdrehen kann.

Ich muss eine erstaunliche Menge Geist haben; manchmal brauche ich eine Woche, um mich zu entscheiden.

Kein Breitengrad, der nicht dächte, er wäre Äquator geworden, wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre.

Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.

Gewohnheit bedeutet, einen bestimmten Platz für jede Sache zu haben, und sie niemals dort aufzubewahren.

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.

Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.

Das schönste aller Geheimnisse: ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen.

Männer, die behaupten, sie seien die uneingeschränkten Herren im Haus, lügen auch bei anderen Gelegenheiten.

Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemanden zeigt.

Für Börsenspekulationen ist der Februar einer der gefährlichsten Monate. Die anderen sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Oktober.

Wir haben viele Sündenböcke, aber der populärste ist die Vorsehung.

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Ein Kuß ist eine Sache, für die man beide Hände braucht.

Mancher schreibt gleich zwei Bücher auf einmal: das erste und das letzte.

Wenn wir bedenken, daß wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.

Versuchungen sind wie Vagabunden: Wenn man sie freundlich behandelt, kommen sie wieder und bringen andere mit.

Die verborgene Quelle des Humors ist nicht Freude, sondern Kummer.

Menschen mit einer neuen Idee gelten solange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.

Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann.

Verschiebe nicht auf morgen, was auch bis übermorgen Zeit hat.

Handle immer richtig. Das wird einige Leute zufriedenstellen und den Rest in Erstaunen versetzen.

Gut sein ist edel, aber anderen zeigen, wie sie gut sein sollen, ist edler und macht weniger Mühe.

Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen.

Demokratie beruht auf drei Prinzipien: auf der Freiheit des Gewissens, auf der Freiheit der Rede und auf der Klugheit, keine der beiden in Anspruch zu nehmen.

Es ist töricht, sich im Kummer die Haare zu raufen, denn noch niemals ist Kahlköpfigkeit ein Mittel gegen Probleme gewesen.

Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern - Sie können an einem Druckfehler sterben.

Was Ungeduld ist, kann nur der ermessen, der einen steinreichen, kranken Erbonkel hat.

Ein entscheidender Unterschied zwischen einer Katze und einer Lüge ist, daß eine Katze nur neun Leben hat.

Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.


Gerhard Uhlenbruck
deutscher Immunbiologe und Aphoristiker (geb. 1929)

Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach.

Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand. Nur werden die Ämter leider nicht von Gott vergeben.

Man empfindet es oft als ungerecht, daß Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.

Wer andere in den Sattel hebt, muß sich nicht wundern, wenn sie anschliessend auf dem hohen Roß sitzen.

Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden, aber sie schießen damit.

Wir sind ein Volk der Denker, denn wir denken immer nur daran, was andere wohl von uns denken.

Wer am Ruder ist, reißt selten das Steuer herum.

Geld nennt man heute Knete, weil man jeden damit weich bekommt.

Die Indivitualität ist die höchste Form der Kreativität.

Nicht die Aufgaben sollen einem über den Kopf wachsen, sondern der Kopf soll über den Aufgaben wachsen.

Unsere Leistungsgesellschaft ist nicht eine Gesellschaft, in der nur Leistung gilt, sondern eine, welche bestimmt, was Leistung ist und wer sie leisten darf.

Obwohl die meisten Menschen tun, was sie wollen, wollen die wenigsten, was sie tun.


John Updike
amerikanischer Schriftsteller (geb. 1932)

Mit Schreiben rechtfertige ich den Raum, den ich auf dem Planeten Erde einnehme.


Leon Uris
amerikanischer Schriftsteller (geb. 1924)

Internationales Recht ist das, was der Übeltäter mißachtet, während der Rechtschaffene ablehnt, es mit Gewalt durchzusetzen.


Sir Peter Ustinov
britischer Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (geb. 1921)

Fernsehen ist die Rache des Theaters an der Filmindustrie.

Mut ist keine Vorbedingung für den Verlust des Lebens.

Gott schuf die Welt in sechs Tagen. Erst die Menschen erfanden die Fünftagewoche.

Was die Welt vorwärts treibt, ist nicht die Liebe, sondern der Zweifel.

Wer auf der Stelle tritt, kann nur Sauerkraut fabrizieren.

Geld korrumpiert - vor allem jene, die es nicht haben.

Wenn man schon der Gefangene seines eigenen Geistes ist, muß man ihn sich doch wenigstens ordentlich einrichten.

Die Kirche sagt, Du sollst Deinen Nachbarn lieben.Ich bin überzeugt, daß sie meinen Nachbarn nicht kennt

Die Kindheit ist jene herrliche Zeit, in der man dem Bruder zum Geburtstag die Masern geschenkt hat.

Ein Jubiläum ist ein Datum, an dem eine Null für eine Null von mehreren Nullen geehrt wird.

1933 wollten viele aus Deutschland raus, heute wollen viele rein. Das muß doch etwas bedeuten.

Um für eine Party fünfzig Menschen aufzutreiben muß man in New York hundert Einladungen verschicken. In Hollywood genügen fünfundzwanzig.

Der Engländer liebt das Gefühl, daß er über sich selbst lachen kann. Er tut das aber nur, um den andern die Freude zu nehmen, über ihn zu lachen.

Die beste Frage nützt nichts, wenn sie so lange dauert, daß keine Zeit zum Antworten bleibt.

Es gibt Leute in Amerika, die haben Wichtigeres zu tun, als Präsident zu sein.

Der graduelle Verfall des bewohnten Körpers strapaziert im normalen Verlauf der Dinge kaum den Geist.

Das Alibi ist wie der Kredit; wenn man beide nicht braucht, hat man sie.

Wer in einem Testament nicht bedacht worden ist, findet Trost in dem Gedanken, daß der Verstorbene ihm vermutlich die Erbschaftssteuer ersparen wollte.

Jedes Kind, das etwas taugt, wird mehr durch Auflehnung als durch Gehorsam.


Karl Valentin
deutscher Kabarettist und Komiker (1882 - 1948)

Wissen Sie schon, daß man ein weiches Ei nicht als Zahnstocher benutzen soll?

Mögen hätte ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.

Kunst ist schön. Macht aber viel Arbeit.

Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind.


Paul Valéry
französischer Schriftsteller (1871 - 1945)

Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht.

Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.

Wenn jemand dir die Stiefelsohlen leckt, setze den Fuß auf ihn, bevor er anfängt, dich zu beißen.


Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues
französischer Schriftsteller (1715 - 1747)

Geduld ist die Kunst zu hoffen.

Auf den Rat vieler hin tut man selten etwas Rechtes.

Die Vollkommenheit einer Uhr besteht nicht darin, schnell, sondern richtig zu gehen.


Vergil
römischer Dichter (70 - 19 v. Chr.)

Natürliche Dinge sind nicht unanständig.

Weiche den Übeln nicht, geh mutiger ihnen entgegen!

Unglück hat mich gelehrt, Unglücklichen Hilfe zu leisten.


Esther Vilar
deutsche Schriftstellerin (geb. 1935)

Für eine Frau gibt es wichtigere Dinge als einen Orgasmus, zum Beispiel den Kauf von einem Paar auberginefarbenen Lackstiefelchen.


Leonardo da Vinci
italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Naturforscher und Ingenieur (1452 - 1519)

Die Ungleichheit ist die Ursache aller örtlichen Bewegungen.

So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das stillstehende Wasser verdirbt oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.

Wer das Leben nicht schätzt, der verdient es nicht.

Die Dummheit schützt vor Schande, gleichwie die Dreistigkeit vor Armut.

Wer die Mauer untergräbt, wird unter ihr begraben.

Wer sich in einer Streitfrage auf die Autorität beruft, gebraucht nicht die Vernunft, sondern eher das Gedächtnis.

Wer nicht kann, was er will, muß das wollen,was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht.

Armselig der Schüler, der seinen Meister nicht übertrifft.

Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen.


François Marie Voltaire
französischer Schriftsteller und Philosoph (1694 - 1778)

Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde.

Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen Sie hinterher. Es gibt bestimmt was zu verdienen.

Der Mensch wird ohne Grundsätze, aber mit der Fähigkeit geboren, sie alle in sich aufzunehmen.

Das Geheimnis zu langweilen besteht darin, alles zu sagen, was man weiß.

Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.

Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren.

Lügen ist nur dann ein Laster, wenn es Böses stiftet, dagegen eine sehr große Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.

In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich.

Eine dumme, einfältige Frau ist ein Segen des Himmels.

Die Arbeit hält drei große Laster fern: Langeweile, Laster und Not.

Die Ehrgeizigen und die Wollüstigen haben nur selten Zeit zu denken.

Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt.

Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.

Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich wie Dummheit mit guten Manieren.

Es hat Verzweiflung oft die Schlachten schon gewonnen.

Es ist komisch, daß kein Mensch mit Esprit ein Glück möchte, das auf Dummheit gegründet ist, und doch ist es klar, daß man dabei einen guten Tausch machen würde.

Der erste Monat der Ehe ist der Monat des Honigs und der zweite der Monat des Absinths.

Der Fortschritt von Fluß zu Ozean ist weniger schnell als der von Mensch zu Irrtum.

Alle Kriege sind nur Raubzüge.

Wer dem Verbrechen Nachsicht übt, wird sein Komplize.

In der einen Hälfte des Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben; in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.


Franz Vranitzky

Auch in der Politik gilt, daß Salome auf ihrem Teller keinen pensionierten Kopf wünscht. Interessiert ist sie nur an Köpfen von Leuten in Amt und Würden.

Was ökonomisch auf Dauer falsch ist, kann politisch auf Dauer nicht richtig sein.


Karl Heinrich Waggerl
österreichischer Schriftsteller (1897 - 1973)

Seine Fehler verzeihen wir dem Nächsten lieber als seine Vorzüge.

Man nimmt dem Menschen das Beste, wenn man ihn von seinen Fehlern trennen will.

Es ist erstaunlich, wie vorurteilsfrei wir zu denken vermögen, wenn es gilt, eine Dummheit vor uns selbst zu rechtfertigen.

Wenn ich meinen Nächsten verurteile, kann ich mich irren, wenn ich ihm verzeihe, nie.

Ein Fremdwort ist wie ein unscharfes Photo.

Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.

Eine halbe Wahrheit ist nie die Hälfte einer ganzen.

Es erfordert zuweilen mehr Mut, den Gegner zu fliehen, als ihn anzugreifen.

Das Vorurteil ist die hochnäsige Empfangsdame im Vorzimmer der Vernunft.

Man soll das Schicksal nicht mit Vorschlägen verärgern. Es legt zuviel Wert auf seine eigenen Einfälle.

Die Herrschenden zimmern ihren Thron nicht mehr selber. Darum wissen sie auch nicht, wo er brüchig ist.

Wir meinen die Natur zu beherrschen, aber wahrscheinlich hat sie sich nur an uns gewöhnt.

Was die Gesellschaft öffentliche Meinung nennt, heißt beim einzelnen Menschen Vorurteil.

Leute, die nichts von sich halten, sind auch schlechte Menschenkenner.

Mir gefallen auch unter den Menschen die Ruinen besser als die Museen.

Wer nichts Böses tut, hat damit noch nichts Gutes getan.

Wie oft wird das Gute durch die verwerfliche Art, es öffentlich zu machen, wieder entwertet.


Lech Walesa

Jede fragmentarische Lösung ist keine.

Der Mensch ist nicht frei, wenn er einen leeren Geldbeutel hat.


Andy Warhol
amerikanischer Pop-art-Künstler (1928 - 1987)

Die Ästhetik unserer Tage heißt Erfolg.


George Washington
amerikanischer General und 1. US-Präsident (1732 - 1799)

Freiheit - hat sie erst einmal Wurzeln geschlagen - ist eine Pflanze, die sehr schnell wächst.

Regierung ist nicht Vernunft, nicht Beredsamkeit - sondern Gewalt.

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